Olympia-Skandal Salzburg: Dr. Schaden wusste Bescheid und will die Schuld abwälzen (lassen)

Kommentar von Erwin Roth (Journalist VDS) zum Olympia-Skandal Salzburg 2014

Salzburg (OTS) - Bei seiner gestrigen Aussage musste SPÖ-Genosse Othmar Raus, ganz auf Parteilinie die Angriffslinie vertreten.

"Die Überweisung der 300.000 Euro von der Salzburg Winterspiele 2014 GmbH an den Olympia-Förderverein ist eine Pflichtwidrigkeit der Geschäftsführung."

Die Wirklichkeit sieht ganz anders aus. Da der Fall Dr. Heinz Schaden (SPÖ) in der Zwischenzeit sehr umfangreich geworden ist, nachstehend die wesentlichen Fakten, welche durch Dokumente und/ oder Zeugenaussagen belegt sind:

1. Dr. Heinz Schaden (SPÖ) wollte die Kontrolle durch Kontrollamt Salzburg und Landesrechnungshof umgehen. 2. Dr. Heinz Schaden (SPÖ) hat mit Dr. Leo Wallner die Gründung des Olympia-Fördervereins "erwünscht". Zitat Dr. Wallner: "Die Gründung des Olympia-Fördervereins sei ein Wunsch Schadens gewesen: Bestimmend war hier der Bürgermeister." 3. Dr. Heinz Schaden (SPÖ) wusste, welche der Sponsoren mit dem Olympia-Förderverein einen Vertrag schlossen, und das Geld dorthin überwiesen. 4. Dr. Heinz Schaden (SPÖ) wusste, welche Sponsoren mit der Salzburg Winterspiele 2014 GmbH Verträge abschlossen und die Sponsormittel an die Salzburg Winterspiele 2014 GmbH überwiesen. 5. Dr. Heinz Schaden (SPÖ) kannte jeden Berater, welcher vom Olympia-Förderverein unter Vertrag genommen wurde, persönlich und Dr. Heinz Schaden (SPÖ) wusste, dass die Berater vom Olympia-Förderverein bezahlt wurden. 6. Dr. Heinz Schaden (SPÖ) hat Zahlungen für den Olympia- Förderverein veranlasst, zum Beispiel Dr. Andreja Wieser.

Es stimmen alle bisherigen Aussagen und Dokumente, sowohl in der Wahrnehmung der Aufsichtsräte der Salzburg Winterspiele 2014 GmbH, als auch in der Wahrnehmung der Vertreter des Olympia-Fördervereins.

Nur eines stimmt nicht: Die Aufsichtsratsmitglieder der Salzburg Winterspiele 2014 GmbH hat Dr. Heinz Schaden (SPÖ) offensichtlich nicht über den Olympia-Förderverein und seine Aktivitäten informiert/ informieren lassen.

Deshalb klaffen die Aussagen vor dem Olympia-Untersuchungsausschuss in Salzburg dermaßen weit auseinander, dass die Medien folgendes schreiben:

"Von der Existenz eines Fördervereins wussten die Aufsichtsräte so gut wie nichts..." "Schaden zog alle Fäden..." "Der unsichtbare Olympia-Förderverein..." "Man hat den Eindruck, es handelte sich um zwei verschiedene Bewerbungen..."

Dr. Leo Wallner und andere haben ausgesagt, dass mit Dr. Heinz Schaden und der Bewerbungs GmbH "amikal" sämtliche Angelegenheiten die Bewerbung Salzburg 2014 betreffend besprochen und geklärt wurden. Nur daran will sich, wie die Kronenzeitung Salzburg in ihrer Ausgabe vom 9.Juni 2010 titelte "Politiker haben alles vergessen!", keiner mehr erinnern. Und genau an diesem Punkt hakt es. Es waren nicht Politiker (Mehrzahl), die alles vergessen haben, es waren nicht die Aufsichtsräte, die alles vergessen haben, es waren nicht die Repräsentanten des ÖOC und des Olympia-Fördervereins, die alles vergessen haben, es sind nicht die Mitarbeiter und Berater, die alles vergessen haben, sondern es ist genau 1 Politiker, der vergessen und vertuschen will, nämlich Dr. Heinz Schaden (SPÖ).

Die Mitglieder des Untersuchungsausschusses sehen von Sitzung zu Sitzung klarer, dass bisher die Zeugen aus ihrer Wahrnehmung sich richtig erinnerten, das Gesamtbild aber total schräg hängt.

Warum Dr. Heinz Schaden (SPÖ) die Kontrolle vermeiden wollte, warum er den Olympia-Förderverein wünschte, warum er Zahlungen veranlasste, warum er Sponsoren dort und da angesiedelt haben wollte, warum er bei den 300.000 Euro so herumeiert - dies alles wird Dr. Heinz Schaden (SPÖ) zu beantworten haben.

Über seine Person lief alles. Dr. Heinz Schaden (SPÖ) war, wie Dr. Leo Wallner es formulierte "DER BESTIMMER".

Erwin Roth
Journalist (VDS)

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