Grüne Wien zu Spitalsschließungen: Geldvernichtungsmaschine KAV muss dringend reformiert werden

Pilz: Wehsely seit Jahren säumig - 2009 KAV-Rekordminus von 116 Millionen Euro

Wien (OTS) - "Unnötige Panikmache, wie sie jetzt von der ÖVP betrieben wird, löst keine Probleme im Gesundheitswesen. Der Vorschlag, kleinere Spitäler zu schließen, soll von der Wiener ÖVP und der Wiener SPÖ nicht reflexartig zurückgewiesen werden. Wichtig wäre aber, eine ehrliche Diskussion darüber zu führen, in welchen Fächern gravierende Überkapazitäten bestehen und in welchen Fächern es Unterversorgung gibt, wie etwa in der Kindermedizin, Psychiatrie oder Geriatrie", so die Gesundheitssprecherin der Grünen Wien, Sigrid Pilz. Es muss in in erster Linie darum gehen kostentreibende Überkapazitäten abzubauen. Im Wiener Krankenanstaltenverbund werden seit Jahrzehnten wichtige Reformen verschleppt und viel Geld in den Sand gesetzt", so Pilz.

Wien liegt im europäischen Vergleich mit den Akutbetten an der Spitze. Der Abbau der nicht notwendigen Kapazitäten zugunsten anderer Versorgungsschwerpunkte wird vom Wiener Krankenanstalten-verbund seit Jahren nicht angegangen. Die entsprechenden grünen Vorschläge wurden von der reformunfähigen SPÖ-Regierung aber bisher nicht befürwortet", stellt Pilz fest. Nach dem Prinzip: "Jedes gebaute Spitals-Bett ist auch ein benütztes Bett" werden die WienerInnen viel zu häufig stationär behandelt. Diese Aufnahmen wären zu verhindern, wenn man statt in Krankenhausbetten in moderne Ärztezentren, tagesklinische Strukturen und Gesundheitsförderung investieren würde."

"Stadträtin Wehsely sollte sich schleunigst von Schieder beraten lassen: Im vergangenen Jahr hat der Krankenanstaltenverbund ein Rekordminus von 116 Mio Euro eingefahren. Es ist also an der Zeit, dass die Parteikollegin des Staatssekretärs ihre Hausaufgaben macht, damit nicht weiterhin viele Wiener PatientInnen unterversorgt bleiben müssen", so Pilz abschließend.

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