VP Korosec ad SP-Lindenmayer: SPÖ Pläne in eigener Partei umstritten

"Auch SPÖ Experten wissen sicherlich: Die Bettenzahl alleine macht es nicht aus!"

Wien (OTS) - Als "ungeheuerlich" bezeichnet die Gesundheitssprecherin der ÖVP, LAbg. Ingrid Korosec die Aussendung des SPÖ Gemeinderates Lindenmayer, der die Pläne der SPÖ zu Streichungen im Spitalsbereich versucht schönzureden. "Es ist unglaublich wie hier plötzlich versucht wird, jahrzehntelange Versäumnisse im Gesundheitsbereich in einem Schildbürgerakt zu kompensieren. Unverständnis und Ablehnung sind daher völlig richtige Reaktionen", weiß ÖVP Gesundheitssprecherin Korosec.

"Die Bettenzahl zum alles entscheidenden Kriterium zu machen, ist nicht sinnvoll, das wird Ihnen gerne jeder Experte im Gesundheitsbereich sagen, Herr Lindenmayer. Da können sie ruhig auch in ihrer eigenen Partei nachfragen", schäumt Korosec auf die vorangegangenen Anschuldigungen des SPÖ Gemeinderates hin.

"Hier belegt sich vielmehr die Unkenntnis der Entscheidungsträger in der SPÖ. Es ist die Qualität und Effizienz, sowie die funktionierende Zusammenarbeit mit dem niedergelassenen Bereich, die zähle, nicht ausschließlich die Anzahl der Betten" ", so Korosec.

Gerade die Wiener Ordensspitäler leisten hervorragende Arbeit

Korosec weiter: "Würden wir in Wien einfach alle Spitäler mit weniger als 300 Betten auflösen, dann müssten sieben von acht Ordensspitälern schließen. Aus zahlreichen Untersuchungen wissen wir jedoch, dass die Ordensspitäler hervorragende Arbeit leisten und bei der Wiener Bevölkerung aus diesem Grund sehr beliebt sind."

An mangelnder Effizienz dieser Häuser liege es mit Sicherheit nicht:
"Ein Blick auf die jüngsten Zahlen in puncto Kostenvergleich mit den städtischen Spitälern spricht Bände: Die Ordensspitäler konnten ihren Kostenvorsprung gegenüber öffentlichen Spitälern von rund 14 Prozent halten. Sie ersparen dadurch der öffentlichen Hand, also den Steuerzahler/innen, pro Jahr rund 200 Millionen Euro - und das bei höchster Qualität. Das ist definitiv kein Argument fürs Zusperren", erklärt die VP-Abgeordnete.

SPÖ hat kein Konzept zur Finanzierung der städtischen Spitäler und des Hanusch Krankenhauses

Das derzeit praktizierte System der Abgangsdeckung aus öffentlichen Mitteln könne nicht mehr länger angewandt werden, warnt Korosec. So habe etwa das Hanusch-Krankenhaus der Wiener Gebietskrankenkasse für das heurige Jahr einen Betriebsabgang von 76,8 Millionen Euro veranschlagt. "Dieser Betrag wird einfach aus Steuermitteln abgedeckt. Dass diese Methode auf lange Sicht gesehen nicht zielführend ist, hat neben WIFO und IHS auch der Rechnungshof bestätigt."

Während Ordensspitäler seit Jahren höchste Qualität und Effizienz bieten, fehle bei den städtischen Spitälern und beim Hanusch-Krankenhaus bisher einfach jeglicher Anreiz wirtschaftlicher zu arbeiten. In diesem Kontext seien die Pläne der SPÖ "sicherlich auch in den eignen Reihen nicht unumstritten".

Auch an die Wiener Grünen hat die Gesundheitssprecherin der ÖVP Wien eine Botschaft: "Es verwundert besonders, dass trotz dieser Tatsachen die sonst so skandalwütigen Grünen keinerlei Anstalten machen die SPÖ in dieser Sache zu kritisieren", merkt Korosec kritisch an.

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