ÖÄK-Vizepräsident Mayer: Keine Schließung kleiner Spitäler

Kahlschlag in der Spitalslandschaft - Verschlechterung für Landbevölkerung

Wien (OTS) - Gegen die Schließung von kleinen Spitälern sprach sich heute der Bundesobmann der angestellten Ärzte in der Österreichischen Ärztekammer (ÖÄK), Harald Mayer, aus. "Das würde einen Kahlschlag in der österreichischen Spitalslandschaft und einen Anschlag auf unser Gesundheitssystem bedeuten", übte Mayer in einer Aussendung scharfe Kritik am SPÖ-Vorstoß, die Sinnhaftigkeit von Spitälern mit weniger als 300 Betten zu überprüfen und kleinere Spitäler gegebenenfalls zu schließen.

"Eine Schließung dieser Spitäler - insgesamt gibt es in Österreich 81 Krankenanstalten mit weniger als 300 Betten - würde auch eine massive Verschlechterung der medizinischen Versorgung abseits der Zentralräume mit sich bringen", argumentierte Mayer weiter. Spitalsmedizin dürfe nicht nur in den Ballungsräumen stattfinden und angeboten werden, auch die Betreuung der ländlichen Bevölkerung müsse auf jeden Fall gesichert werden. "Für die Bevölkerung bedeutet ein Spital in der Nähe auch ein Gefühl von Sicherheit - ähnlich wie das Vorhandensein einer Feuerwehr oder einer Polizeistation", so Mayer.

Zudem übersehe die SPÖ einen weiteren wichtigen Faktor: "Gerade kleinere Spitäler sind in den Regionen oft die wichtigsten Arbeitgeber für die dort ansässige Bevölkerung." Die Diskussion über kleine Spitäler dürfe nicht an der Bettenzahl festgemacht werden. Die Versorgungsqualität sei ausschlaggebend, betonte Mayer. Eine abgestufte medizinische Versorgung erfordere auch kleinere, regionale Spitäler! (sl)

Rückfragen & Kontakt:

Pressestelle der Österreichischen Ärztekammer
Mag. Martin Stickler
Tel.: (++43-1) 513 18 33 - 14

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NAE0004