Krankenhäuser: BZÖ-Bucher: Zusperren ist keine Reform

Keine Prestigebauten aber flächendeckende Versorgung

Wien (OTS) - "Zusperren von Spitälern ist keine
Gesundheitsreform", kritisiert BZÖ-Bündnisobmann Josef Bucher die SPÖ-Sparpläne. Er erinnert, dass "Jeder ein Recht auf die bestmögliche medizinische Versorgung hat. Deshalb muss am System und nicht bei der Versorgung der Patienten gespart werden!" Bucher fordert als ersten Schritt "eine umfassende Struktur- und Verwaltungsreform des Gesundheitssystems, beginnend mit der seit Jahren überfälligen Zusammenlegung der über 22 Sozialversicherungsanstalten."

Am Beispiel Kärntens erklärt Bucher den Unsinn der SPÖ-Pläne: "Wenn Spitäler in Friesach und St. Veit zugesperrt werden, müssen Rettung, Verwandte und das - hoffentlich übernommene Fachpersonal - rund 50 Kilometer weiter bis nach Klagenfurt fahren." Eine sinnvolle und flächendeckende Versorgung mit Spitälern müsse einfach erhalten bleiben, auch wenn vielleicht einzelne Abteilungen gesperrt werden. "Prestigeneubauten" in unmittelbarer Nähe zueinander, wie vom BZÖ anhand von Baden und Mödling mehrmals kritisiert, lehnt aber auch Bucher ab.

Die Spitäler sollen sich zunehmend auf ihre Kernaufgabe, die stationäre Versorgung der Patienten, konzentrieren können. Die ambulante Behandlung sollte im Zusammenspiel mit niedergelassenen Fachärzten und Allgemeinmedizinern erfolgen. Zur besseren Auslastung der teuren Geräte in den Spitalsambulanzen will Bucher eine Öffnung für die Mediziner gegen ein Nutzungsentgelt - "im Idealfall entsteht dadurch eine 24-Stunden-Versorgung!"

"Das sind moderne und kreative Ideen, um unser Gesundheitssystem zu entlasten, ohne die Sicherheit für die Patienten zu gefährden", so Bucher. Solange aber in vielen Regionen ein Mangel an Fachärzten besteht, bleibe den Patienten nur der Weg in die kostenintensiven Ambulanzen der bestehenden Krankenhäuser.

Unausgegoren ist für den BZÖ-Bündnisobmann die SPÖ-Idee auch hinsichtlich des Personals: "Eine um teures Geld ausgebildete OP-Schwester als Altenpflegerin einzusetzen ist wirtschaftlicher Wahnsinn". Die Umwandlung eines aufgelassenen Spitals in ein Geriatriezentrum werde daher wohl nicht so einfach gelingen.

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