Muttonen: Kampf gegen Menschenhandel und sexuellen Missbrauch ist klarer Ausdruck des europäischen Wertesystems

EU-Unterausschuss behandelt EU-Richtlinien zur Bekämpfung von Menschenhandel und sexuellen Missbrauch

Wien (OTS/SK) - "Der Einsatz der Europäischen Union gegen Menschenhandel, sexuellen Missbrauch und sexuelle Ausbeutung von Kindern ist von großer Bedeutung", stellte SPÖ-Europasprecherin Christine Muttonen anlässlich der Behandlung diesbezüglicher EU-Richtlinien im EU-Unterausschuss des Nationalrates am Mittwoch fest. "Neben Waffenhandel ist der Menschenhandel das einträglichste Geschäft krimineller Organisationen. Der Kampf kann hier nur staatenübergreifend stattfinden. Auch der Bekämpfung von sexuellem Missbrauch von Minderjährigen sowie von Kinderpornographie muss sowohl auf nationaler, als auch auf europäischer und internationaler Ebene große Bedeutung zukommen. Daher ist das Engagement der EU sehr zu begrüßen", so Muttonen, die ausführte, dass mit den Richtlinien Maßnahmen zur Bekämpfung von Menschenhandel sowie sexuellem Missbrauch vereinheitlicht werden, um die Unterstützung der Opfer und eine effektive Zusammenarbeit sicherzustellen. ****

Der Entwurf für eine Richtlinie zur Verhütung und Bekämpfung von Menschenhandel und zum Opferschutz ziele darauf ab, die Bekämpfung des Menschenhandels, von dem zum größten Teil Frauen sowie Kinder betroffen sind, durch Schaffung von Mindestanforderungen sowie begleitende Maßnahmen zu vereinheitlichen, führte die SPÖ-Abgeordnete weiter aus. "Ich begrüße die breite Definition von Menschenhandel", erläuterte Muttonen. Menschenhandel liege vor, wenn Personen zum Zweck der Ausbeutung an einen Ort gebracht werden. "Damit sind beispielsweise Prostitution, Zwangsarbeit aber auch kriminelle Handlungen wie der Zwang zu gewerbsmäßigem Betteln umfasst." Von besonderer Bedeutung sei auch die Unterstützung der Opfer. "Diese müssen sowohl im Vorfeld, während, als auch im Nachhinein eines allfälligen Verfahrens begleitet werden", forderte Muttonen, die darauf hinwies, dass der Schutz von Frauen und Mädchen, die besonders von Menschenhandel betroffen seien, im Vordergrund stehen müsse.

In einer von den Regierungsparteien eingebrachten Ausschussfeststellung, die einstimmig verabschiedet wurde, wurde nochmals ausdrücklich darauf hingewiesen, dass die Bekämpfung des Menschenhandels "ein klarer Ausdruck des europäischen Wertesystems" ist, in dem die Ausbeutung von Menschen keinen Platz haben dürfe. "Ein koordiniertes Vorgehen der EU-Mitgliedsstaaten stellt sicher, dass eventuell bestehende Lücken in der Verfolgung von Menschenhandel geschlossen werden und dass eine einheitliche Abschreckungswirkung der Sanktionen besteht", so Muttonen abschließend. (Schluss) ab/mp

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