AMA Marketing ergreift Rechtsmittel im Joghurt-Streit mit Danone

Handelsgericht erließ einstweilige Verfügung

Wien (OTS) - Im Joghurt-Streit "David gegen Goliath" hat der multinationale Nahrungsmittelkonzern Danone einen ersten Etappensieg errungen. "Das Handelsgericht Wien hat eine einstweilige Verfügung gegen die von Danone geklagte AMA-Joghurt-Werbung erlassen. Wir gehen aber in den Rekurs, weil wir der Ansicht sind, dass unsere eingebrachten Argumente nicht ausreichend gewürdigt wurden. Immerhin haben wir Studien namhafter Wissenschafter und Institute über die allgemeine gesundheitsfördernde Wirkung von Joghurt beigebracht", erklärt Stephan Mikinovic, Geschäftsführer der AMA Marketing. "Auch die zuständige Behörde, die AGES (Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit), hat uns in einem eigenen Gutachten bestätigt, dass die AMA-Werbung keinesfalls gegen gültige lebensmittelrechtlichte Bestimmungen verstößt und dass wir in unserer Vorgangsweise die notwendige Sorgfaltspflicht walten ließen", so Mikinovic.

AMA Marketing geht in Berufung

Der AMA Marketing wurde vom Gericht eine Rekursfrist bis Montag, 14.06.2010, eingeräumt. Diese Möglichkeit wird sie nutzen und Rechtsmittel gegen die einstweilige Verfügung ergreifen.

Der französische Konzern Danone klagte vor Ostern die AMA Marketing auf Unterlassung der Werbung mit dem Slogan "Jedes Joghurt stärkt die Abwehrkräfte" beziehungsweise "Schon ein einfaches Joghurt regt die Darmflora an und stimuliert das körpereigne Immunsystem". Danone stellt sich damit vor sein eigenes Produkt Actimel, das mit dem Slogan "Actimel stärkt Ihre Abwehrkräfte" beworben wird. Am 30.05.2010 hat das zuständige Handelsgericht Wien eine einstweilige Verfügung gegen die angesprochene AMA-Werbung erlassen, nachdem beiden Parteien dreimal die gegenseitigen Stellungnahmen zugestellt worden waren. Die inkriminierte AMA-Joghurt-Werbung war - wie von vornherein geplant - eine Woche nach Ostern eingestellt worden.

AMA Marketing wirbt für 40.000 österreichische Milchbauern

Die AMA Marketing ist in Österreich zuständig für das gesamte Agrarmarketing und die generische (also produkt- und nicht firmenbezogene) Werbung für landwirtschaftliche Produkte. Finanziert wird sie durch die Agrarmarketingbeiträge der Landwirte und durch Kofinanzierungen der EU. Allein im Milchbereich unterstützt die AMA Marketing unter anderem etwa 40.000 heimische bäuerliche Betriebe durch abgestimmte Kommunikationsmaßnahmen.
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