Jüdisches Museum Wien trauert um Trude Berger

Wien (OTS) - "Eine langjährige Gönnerin und Freundin des Jüdischen Museums ist von uns gegangen", erklärte der Direktor des Jüdischen Museums Wien, Karl Albrecht-Weinberger, anlässlich des Ablebens von Trude Berger. Die Witwe von Max Berger, dessen berühmte Judaica Sammlung ein Herzstück des Jüdischen Museums ist, starb in der Nacht zum 8. Juni in Wien.

Trude Berger wuchs in Wien auf, konnte die NS-Zeit mit ihren Eltern in Wien überleben und wurde zu Zwangsarbeit verpflichtet. Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges erhielt sie eine Schauspielausbildung bei Stella Kadmon und übte auch den Schauspielberuf eine Zeit lang aus. Sie lernte den 1924 in Polen geborenen Max Berger kennen und arbeitete auch in der Firma ihres Mannes mit. Max Berger hatte als einziger seiner Familie den Holocaust überlebt und begann in den 50er Jahren in Wien eine neue Existenz aufzubauen. Er sammelte Judaica als Erinnerung an die zerstörte Welt seiner Familie. Bis zu seinem Tod 1988 trug er etwa 10.000 Objekte zusammen, die ein beeindruckendes Zeugnis des jüdischen Lebens in Wien bzw. in der österreichisch-ungarischen Monarchie ablegen.

Die Stadt Wien erwarb anlässlich der Gründung des Jüdischen Museums einen erheblichen Teil dieser Sammlung für das damals neu gegründete Jüdische Museum. Trude Berger selbst behielt den Rest der Sammlung ihres Mannes und war dem Museum und seiner Arbeit seit der Gründung stets aufs engste verbunden. In den letzten Jahren konnte sie aufgrund ihrer schweren Krankheit nur mehr selten an den Museumsveranstaltungen teilnehmen. Der Großteil der Sammlung Max Berger ist im Auditorium des Jüdischen Museums zur Illustration der jüdischen Religion ausgestellt. Ein weiterer Teil der Sammlung wird im öffentlich zugänglichen Schaudepot des Hauses im 3. Stock präsentiert. Das zu den Kulturbetrieben der Wien Holding zählende Jüdische Museum ist von Sonntag bis Freitag von 10.00 bis 18.00 Uhr geöffnet. Weitere Informationen unter www.jmw.at.

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