Rasinger: Schieder und Faymann walzen mit Caterpillar-Methode unser Spitalssystem kaputt

Wien (OTS) - "Der Schließungsplan von Finanzstaatssekretär Andreas Schieder mit Unterstützung von Bundeskanzler Werner Faymann, 81 von 130 Spitälern in Österreich zu schließen, würde eine völlige Zerstörung der österreichischen Spitalslandschaft bedeuten, insbesondere im ländlichen Bereich. Der Vorschlag von Schieder, Spitäler unter 300 Betten zu schließen, ist durch keinerlei internationale Expertenmeinung gedeckt. Allein für die Steiermark würde das die Schließung von 23 (in Worten dreiundzwanzig!) und in Wien von 13 Spitälern bedeuten, darunter die Weltklassespitäler Unfallkrankenhaus Meidling und Lorenz Böhler-Unfallspital. Schieder hat mit seinem Rambo-artigen Verhalten dem Weltklassegesundheitssystem Österreich einen Bärendienst erwiesen." Das stellte heute, Mittwoch, ÖVP-Abg. Dr. Erwin Rasinger klar.

"Es ist keine Frage, dass in Österreich Betten abgebaut werden können und wir vom Titel eines Weltmeisters im Spitalliegen weg kommen müssen. Schieder weiß aber offensichtlich nicht, dass in Österreich das Gesundheitsministerium gemeinsam mit den Ländern einen Strukturgesundheitsplan ausverhandelt und auf Basis dessen zum Beispiel Wien einen regionalen Strukturgesundheitsplan erst vor wenigen Monaten erlassen hat, welcher eine Verbesserung der Strukturen im Gesundheitswesen sowohl im Spital als auch niedergelassenen Bereich beinhaltet. In keiner dieser Verhandlungen war von einem Caterpillar-artigen Drüberfahren über die Spitalslandschaft die Rede. Der Grund ist einfach: Die Pläne des Staatssekretärs würden ein Ende einer geordneten Spitalsversorgung in Österreich bedeuten, da viele Leistungen für den Bürger nicht mehr da wären. Eine Zwei-Klassen-Medizin wäre unweigerlich die Folge", befürchtet Rasinger.

"Wir von der ÖVP setzen darauf, dass einerseits auf Länderebene die Spitalsstruktur gemeinsam mit dem niedergelassenen Bereich abgestimmt wird, und andererseits die Gesundheitsversorgung im ländlichen Bereich durch den Schieder-Caterpillar-Schließplan nicht kaputt gemacht wird." Sehr wohl werde es deshalb möglich sein, eine Bettenreduktionen, aber auch neue Schwerpunktsetzungen für Spitäler durchzuführen. Auch das Ziel, drei Milliarden einzusparen, also 30 Prozent der Spitalskosten, sei völlig unrealistisch, "da man die Patienten, die in Österreichs Spitälern behandelt werden, nicht in Luft auflösen kann", so Rasinger. "Im OECD-Schnitt hat Österreich wohl mehr Betten, aber gleichzeitig erreicht Österreichs Gesundheits-und Spitalssystem in allen Bewertungen Plätze zwischen dem ersten und dritten Platz der Versorgungsqualität weltweit. Die Österreicherinnen und Österreicher wissen eine Weltklasseversorgung zu schätzen, verwies Rasinger darauf, dass jeden Sommer hunderte Österreicherinnen und Österreicher mittels Flugambulanz aus anderen OECD-Staaten wie Griechenland, Spanien, Portugal etc. flüchten, um in Österreich behandelt zu werden. Der Schieder-Faymann-Plan wäre unweigerlich ein Ende der Weltklasseversorgung in Österreich.
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