FPÖ-Karlsböck: Spitäler: SPÖ/ÖVP-Landeshauptleute agieren unverantwortlich

Wien (OTS) - "Die Landeshauptleute von SPÖ und ÖVP haben, wie gestern von mir vorhergesagt (siehe OTS0197, vom 8. Juni), ablehnend auf den Vorschlag unrentable Spitäler zu schließen reagiert", sagte der freiheitliche Ärztesprecher NAbg. Dr. Andreas Karlsböck. Damit sei bewiesen, dass es nur um billigen Populismus und nicht um effiziente, sinnvolle Lösungen gehe, zeigte Karlsböck auf. Auch sei der Terminus "Schließung" falsch - vielmehr gehe es um eine Umwidmung in Geriatrie und Reha-Einrichtungen, die die Aufgaben, die derzeit in teuren Akutbetten gemacht würden, besser und billiger bewerkstelligen könnten, so Karlsböck.

Einzig Kärntens Landeshauptmann Dörfler rage als standhafter Leuchtturm in der Brandung der vereinten Ignoranz heraus, sagte Karlsböck, der darauf verwies, dass Kärnten vor allen anderen Bundesländern die notwendigen Schritte für die Zukunft einer modernen, effektiven und kostengünstigen medizinischen Versorgung gesetzt hätte. "Alle Experten sind sich einig, dass die Strategie der Schwerpunktspitäler ergänzt durch kleine dislozierte Spezialkliniken, wie in Kärnten umgesetzt, die Zukunft der Krankenversorgung sind", sagte Karlsböck.

Durch die Schließung kleinerer Spitäler gehe kein einziger Arbeitsplatz verloren, räumte Karlsböck mit dem diesbezüglichen Vorurteil auf, das von Rot und Schwarz unisono verwendet wurde. Wenn diese Häuser in Geriatrie- oder Reha-Einrichtungen umgewidmet würden, seien ganz im Gegenteil, noch zusätzliche Arbeitsplätze notwendig, um eine Versorgung der Patienten zu gewährleisten, zeigte Karlsböck auf. "Ich verstehe nicht, wieso sich die SPÖ/ÖVP-Landeshäuptlinge dagegen sträuben, würde doch die Umwidmung ihren Patienten eine bessere Versorgung bescheren", so Karlsböck.

Abgesehen davon seien durch eine Umwidmung der Akutbetten in Geriatrie- und Reha-Betten Einsparungen in Millionenhöhe zu erzielen, rechnete Karlsböck vor. Während die 15 "alten" EU-Staaten nur 3,8 Akutbetten je 1.000 Einwohner benötigten, seien es in Österreich 6,4. Da nicht davon ausgegangen werden könne, dass die Österreicher doppelt so krank wie alle anderen Europäer seien, müsse der Grund wohl wo anders liegen, so Karlsböck, der auf das Kantönlidenken der rot/schwarzen Landeshäuptlinge tippt.

Was in der aktuellen Diskussion abgehe, sei der Herr Gesundheitsminister, stellte Karlsböck fest. "Falls irgendjemand Stöger in den vergangenen Tagen gesehen oder gehört hat, oder sonst einen sachdienlichen Hinweis auf den Verbleib des Gesundheitsministers liefern kann, möge er sich bitte melden", schloss Karlsböck.

Rückfragen & Kontakt:

Freiheitlicher Parlamentsklub
Tel.: 01/ 40 110 - 7012
presse-parlamentsklub@fpoe.at

http://www.fpoe-parlamentsklub.at
http://www.fpoe.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | FPK0004