ASFINAG: S 10 Mühlviertler Schnellstraße - Start für Umfahrung Freistadt

Geplante Verkehrsfreigabe 2014

Freistadt (OTS) - Am 1. August 2009 fiel der symbolische
Startschuss für den Bau der S 10 Mühlviertler Schnellstraße von Unterweitersdorf (Ende A 7) bis Freistadt Nord. Nach den bauvorbereitenden Maßnahmen wie archäologische Grabungen und Leitungsverlegungen beginnen nun die definitiven Bauarbeiten für die Umfahrung Freistadt. Diese bringt künftig eine wesentliche Verbesserung der Lebensqualität für die lärm- und staugeplagte Bevölkerung. Für die ASFINAG ist die S 10 derzeit das größte Bauprojekt - nicht nur in Oberösterreich, sondern Österreichweit. "Die Investitionen von insgesamt Euro 739 Mio. in die Straßeninfrastruktur sind ein wichtiger Faktor für die Volkswirtschaft Oberösterreichs", betont ASFINAG Vorstandsdirektor DI Alois Schedl. "Mit dem Bau der S 10 erfährt das Mühlviertel eine bessere Anbindung an den Zentralraum Linz. Somit verkürzen sich die Wege in die Landeshauptstadt, und damit wiederum verbessert sich die Situation für viele Pendler, die täglich ihren Weg in die Arbeit zurücklegen müssen", so Schedl.

Zum anderen führt die S 10 in Zukunft zu massiven Verkehrsentlastungen auf der bestehenden und überlasteten B 310. "Im Zuge unseres Verkehrssicherheitsprogrammes 2020 haben wir uns zum Ziel gesetzt, die Anzahl der Todesopfer und Verletzten weiter signifikant zu senken. Mit der Errichtung dieser Schnellstraße tragen wir einen wesentlichen Beitrag zur Erhöhung der Verkehrssicherheit bei. Allein in den vergangenen Jahren passierten auf der B 310 viele Unfälle mit zahlreichen Verletzten und auch Toten. Diese Unfallbilanz soll sich durch eine sicher, mit Mitteltrennung ausgebaute S 10 künftig wesentlich verbessern", betont Schedl.

Der Bau der S 10 bringt aber auch wirtschaftliche Impulse für Freistadt und die Region Mühlviertel. Landeshauptmann-Stellvertreter Franz Hiesl: "Die Mühlviertler Schnellstraße wird nicht für den Transitverkehr, sondern für die Pendler und die Wirtschaft der Region errichtet. Mit der künftigen
S 10 erfolgt eine bessere verkehrliche und damit auch wirtschaftliche Vernetzung der Region Freistadt mit dem Großraum Linz. Ein gut ausgebauter Verkehrsweg S 10 ist eine Wohlstandsachse der Zukunft. Die Bewohner und die Wirtschaftsbetriebe des Mühlviertels haben ein Anrecht darauf".

Die Herausforderungen

Der gegenständliche rd. sechs Kilometer lange Abschnitt Umfahrung Freistadt ist für die Bauingenieure eine Herausforderung. Er umfasst immerhin 13 Brücken, darunter die 323 m lange Feldaistbrücke Nord sowie die Unterflurtrasse Walchshof (800 m), die beiden bergmännischen Tunnel Manzenreith (763 m) und Satzinger Siedlung (293 m) und die Galerie Brandstätter (142 m). Weiters sind Erdbewegungen von ca. 1,6 Mio m3 zu tätigen davon ist ca. 1 Mio m3 "Mühlviertler Granit" Aber auch modernsten Umweltstandards wird in höchstem Ausmaß Rechnung getragen. Erstmals in Österreich werden entlang der S 10 Gewässerschutzanlagen mit induktiv geregelter Abflusssteuerung zur Einhaltung der Qualitätsstandards in den Gewässern eingesetzt. Für die Tunnelabwässer zwischen Neumarkt und Freistadt Nord wird eine eigene zentrale, stationäre Gewässerschutzanlage errichtet. Überschüssige Erdmassen werden im direkten Trassenumfeld für geländegestalterische Maßnahmen verwendet. Bestehende Tierwanderkorridore werden durch spezielle Maßnahmen langfristig gesichert und aufrechterhalten. Dadurch bleiben zusammenhängende Lebensräume vernetzt. In Summe werden alleine für die Umfahrung Freistadt ca. 30 ha ökologische Ausgleichsflächen umgesetzt! Und es erfolgt eine einheitliche architektonische Gestaltung entlang der gesamten Strecke (Brücken, Lärmschutz, Tunnelportale).

Intensiver Bürgerbeteiligungsprozess

Bereits in sehr frühen Planungsphasen wurde bei der S 10 ein intensiver Bürgerbeteiligungsprozess durchgeführt. Alleine für die Umfahrung Freistadt wurden in der Region mehr als 30 regionale Arbeitsgruppensitzungen abgehalten, in denen die Details mit den Vertretern der Region abgestimmt wurden. Schon im Zuge der Variantenuntersuchungen wurden zahlreiche - zum Teil von den Bürgern vorgeschlagene - Trassenvarianten untersucht. Selbst nach Fertigstellung der grundsätzlichen Trassenlage im Vorprojekt wurden in intensiver Abstimmung mit den Betroffenen noch 20 kleinräumige Trassenoptimierungen vorgenommen, um die Lage der Straße bestmöglich an die Umgebung anzupassen und die Wünsche der direkt Betroffenen weitestgehend zu berücksichtigen.

Geplante Verkehrsfreigabe Umfahrung Freistadt: 2014
Kosten Umfahrung Freistadt: netto Euro rd. 142 Mio.
Gesamtkosten S 10 Unterweitersdorf - Freistadt Nord: rd. netto Euro 739 Mio.

Daten und Fakten Umfahrung Freistadt

Länge Gesamtbaulos: ca. 6 km
davon "unter Tag" (Tunnel, Unterflurtrasse, Galerie): ca. 2 km

13 Brücken
Unterflurtrasse Walchshof (800 m)
Tunnel Manzenreith (763 m)
Tunnel Satzinger Siedlung (293 m)
Galerie Brandstätter (142 m)
Erdbewegung gesamt 1,6 Mio. m3 davon Fels ca. 1 Mio. m3 Anschlussstellen Freistadt Süd, Sandl/Grünbach, Freistadt Nord

Weitere Infos zum Projekt: www.asfinag.at

Freistadt, 9. Juni 2010

Rückfragen & Kontakt:

ASFINAG SERVICE GESELLSCHAFT
Mag. Anita Oberholzer
Pressesprecherin für OÖ und Salzburg
Tel.: Tel:+43 (0) 50108-15933, Mobil:+43 664-60108 15933
anita.oberholzer@asfinag.at
Fax: +43 (0) 50108-15932

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | ASF0003