Gesundheit - SP-Lindenmayr: "ÖVP-Staatssekretärin Marek schwenkt bei Spitälern auf SP-Linie ein"

Wien (OTS/SPW-K) - Im Grunde erfreut über die neue Spitäler-Linie der Wiener ÖVP zeigt sich der Vorsitzende des SPÖ Rathausklubs, Gemeinderat Siegi Lindenmayr. Die Wiener ÖVP-Vorsitzende Staatssekretärin Christine Marek hatte noch Dienstagabend gegenüber der APA erklärt, "man brauche natürlich große Spitäler wie das Krankenhaus Nord". Dabei sollte man weg von den Akut-Betten und hin zu einem Ausbau der Geriatrie und zu "kleinen wohnortnahen Versorgungsstrukturen". "Genau das ist seit Jahren die Linie der Wiener SPÖ, die von der ÖVP bislang mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln bekämpft wurde. Der konsensuale Ton von gestern hat sich leider in den heutigen Parteipressedienst-Ausführungen wieder verflüchtigt. Offensichtlich wurde Staatssekretärin Marek von ihren ÖVP-KollegInnen im Wiener Stadtsenat, Stadträtin Isabella Leeb und Stadtrat Norbert Walter, in nächtlichen Telefonaten davon überzeugt, im Wahlkampf nicht zu sachlich zu werden. Das ist schade, da doch gleich nächste Woche die Möglichkeit bestünde, dem Abbau von Akutbetten im Rahmen des Wiener Krankenanstaltenplans im Stadtsenat zuzustimmen", sagt Lindenmayr.

Zur sachlichen Berichtigung: "Alle Reformschritte im Rahmen des Wiener Spitalskonzepts sind aus Funk, Fernsehen und Zeitungen bekannt. Marek bräuchte nur zu allgemein zugänglichen Informationsmitteln zu greifen." Darüber hinaus wurde auch das von Marek angesprochene St. Anna Kinderspital erst kürzlich an das AKH angegliedert. Das Kaiserin Elisabeth Spital und das Sophienspital stehen im Sinne einer Synergiestrategie unter gemeinsamer Leitung. "Der Versuch der Skandalisierung durch Marek entbehrt daher jeder sachlichen Grundlage", stellt Lindenmayr klar. "Marek ist anscheinend wieder einmal von ihren Wiener ParteikollegInnen unzureichend und falsch informiert worden. Möglicherweise hängt das in der Wiener ÖVP auch mit stillem Widerstand gegen ihre neue, wenig geliebte Chefin zusammen."

Wien ist mit dem Bau des Krankenhauses Nord, der damit verbundenen Umsetzung des Spitals- und Geriatriekonzepts und dem Regionalen Strukturplan Gesundheit exakt auf dem richtigen Weg, die notwendigen Reformschritte zu Gesundheit und Pflege zu setzen. Kleine Standorte -das Krankenhaus Floridsdorf, die Semmelweis-Frauenklinik und das Orthopädische Krankenhaus Gersthof - übersiedeln in das neue Schwerpunktspital, das Krankenhaus Nord. Neben der Verschiebung von rund 300 Betten aus dem Akutspitalsbereich wird der Pflegebereich auch darüber hinaus ausgebaut. "Wir bauen unter anderem sechs neue Pflegewohnhäuser des Wiener Krankenanstaltenverbunds, drei innovative Wohn- und Pflegeprojekte und sanieren das Pflegewohnhaus Donaustadt von Grund auf. Insgesamt stocken wir die Zahl der Pflegeplätze auf 10.000 im Jahr 2015 auf", sagt Lindenmayr.
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