LH Dörfler zu Einsparungsplänen bei Krankenhäusern

Diskussion ist unwürdiges Politikum auf Kosten der Patienten - In Kärnten darf keines der Krankenhäuser zur Diskussion gestellt werden

Klagenfurt (OTS/LPD) - Der Vorsitzende der Landeshauptleutekonferenz, Landeshauptmann Gerhard Dörfler, verurteilt die von Finanzstaatssekretär Andreas Schieder angedachte und unüberlegte Einsparung von regionalen Krankenhäusern aufs Heftigste. "Die von Schieder artikulierten Pläne, Krankenhäuser, die nicht seinem Verständnis von Gesundheitspolitik entsprechen, einfach zu schließen, ist ein Angriff auf das in Österreich ausgezeichnet ausgebaute Krankenhaus-Versorgungsnetzwerk", betonte Dörfler heute, Mittwoch.

Scharfe Kritik übt Dörfler an der Art und Weise, wie Schieder mit dem für alle Menschen heiklen Thema der Gesundheitsversorgung umgeht. "Schieder will mit Herzenskälte den Menschen die Gesundheitsversorgung in den Regionen untergraben und sogar streichen. Dass er dafür auch noch die Unterstützung des Bundeskanzlers bekommt, dem das gesundheitliche Wohlergehen der Österreicherinnen und Österreicher oberstes Anliegen sein sollte, grenzt an Nichtachtung gegenüber der medizinisch schützbedürftigen Bevölkerung", so Dörfler. Die Vorschläge von Schieder wie auch von Faymann sind für Dörfler deshalb vollkommen inakzeptabel. "Beide stellen sich selbst als Polittechnokraten dar, bei denen der Mensch und seine Gesundheit nichts zählt", betonte Dörfler.

Kärnten habe beispielsweise mit der erst vor wenigen Tagen durchgeführten Inbetriebnahme des Klinikums Klagenfurt am Wörthersee, welches von Experten als das modernste Krankenhaus Europas bezeichnet wird, gezeigt, dass höchste Leistungen in der Gesundheitsversorgung angeboten werden können und dabei die wichtigen Parameter in der Effizienz- und Kostenentwicklung gewährleistet werden. Gleichzeitig sei für Kärnten und die zuständigen Verantwortungsträger aber klar, dass regionale Krankenhauseinrichtungen in keinster Weise zur Diskussion stehen. "Der ländliche Raum benötigt dringend regionale Versorgungsträger, die vor Ort die medizinische Versorgung gewährleisten", so Dörfler.

Alleine die Regionalkrankenhäuser in Wolfsberg oder in Spittal würden zeigen, wie die optimale Versorgung der Menschen vor Ort tadellos funktioniere. Denn gerade bei einer Krankheit oder einem Unfall würden auf die Menschen große Belastungen zukommen, die durch eine gewohnte Umgebung, den sozialen Kontakt zu Familie und Freunden gemildert werden. "Gesundheit stärkt man gerade dort, wo man eine unmittelbare Gesundheitsversorgung hat. Das werden wir uns nicht streitig machen lassen", stellte Dörfler klar. Kärnten habe mit dem modernsten Krankenhaus Europas neue Leistungs- und Kostenstandards gesetzt, an denen sich andere Bundesländer und Regionen messen könnten. "Gleichzeitig lege ich aber großen Wert darauf, dass keines der Kärntner Krankenhäuser zur Diskussion gestellt wird. Für uns zählt der Mensch und die Gesundheitsversorgung in seiner unmittelbaren Umgebung", so der Kärntner Landeshauptmann.

Schieders Pläne würden bedeuten, dass in Kärnten neun Spitäler wie Friesach, Hermagor, Kötschach, St. Veit, Spittal, Feldkirchen, Wolfsberg, Treffen und die Elisabethinen in Klagenfurt keine Standortberechtigung mehr hätten. "Das ist ein undenkbarer Anschlag auf die regionale Gesundheitsversorgung. Aber auch die Arbeitsmarktsituation im ländlichen Raum würde damit schwer beschädigt. So kann Gesundheitspolitik nicht stattfinden, Herr Schieder", legt Dörfler unmissverständlich klar und unterstreicht einmal mehr, dass an den regionalen Spitälern nicht zu rütteln sei. (Schluss)

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