SPÖ Kaiser: In Kärnten wird kein Spital zugesperrt!

Mustergültige Weiterentwicklung des Spitalswesens in Kärnten sollte Vorbild für andere Bundesländer sein. Einladung zu Gipfel aller Gesundheitsreferenten nach Kärnten.

Klagenfurt (OTS) - "In Kärnten wird kein Spital zugesperrt, denn:
Es darf keine Verschlechterung der Behandlungsqualität für die Bevölkerung geben", stellt der Vorsitzende der SPÖ-Kärnten, Gesundheits- und Krankenanstaltenreferent LHStv. Peter Kaiser angesichts der Diskussion um kleinere Spitäler unmissverständlich fest.

Kaiser kündigt an, als derzeit Vorsitzender der österreichischen Gesundheitsreferenten, ehestmöglich einen Gipfel mit seinen Amtskollegen aller Bundesländer einzuberufen, um dieses Thema zu erörtern. Zudem werde er das heutige SPÖ-Bundesparteipräsidium zur Klarstellung und den Bundesparteitag kommendes Wochenende nutzen, um das Kärntner Modell der Weiterentwicklung im Gesundheitsversorgungsbereich als Vorbild für andere Bundesländer zu positionieren.

"Wir haben in Kärnten zwischen 2004 und 2008 nicht nur 150 Millionen Euro durch Leistungsabstimmungen einsparen können, sondern konnten bis Ende 2009 die Anzahl der Akutbetten um neun Prozent senken, während es österreichweit nur 1,4 Prozent waren. Zudem ist Kärnten das einzige Bundesland in dem unter Bedacht auf die Bevölkerungsentwicklung der Bereich der Geriatrie österreichweit vorbildlich ausgebaut und die Kosten pro Belagstag mit 652 Euro deutlich unter den Österreichschnitt von 732 Euro reduziert werden konnten", begründet Kaiser die Vorreiterrolle Kärntens. Große Bedeutung komme in dem Zusammenhang dem regionalen Strukturplan Gesundheit (RSG) zu, in dem die Weichen für eine gesicherte zukünftige Gesundheitsversorgung gestellt werden. "Darin werden per Angebotsplanung die Leistungen der einzelnen Häuser aufeinander abgestimmt und festgeschrieben, damit es zu keinen Doppelgleisigkeiten kommt", erklärt Kaiser und streicht die überregionale Bedeutung von Häusern wie der spezialisierten Lymphklinik am LKH Wolfsberg, der Neurorehabiliation in der Gailtalklinik oder den überregionalen Versorgungsauftrag des Krankenhauses Friesach hervor.

Man könne zwar über Betriebsgrößen reden, allerdings dürfe man dabei die viel wichtigere Leistungsangebotsplanung ebenso wenig außer Acht lassen, wie die volkswirtschaftliche Bedeutung der Spitäler. "In Kärnten wird allein durch die öffentlichen Krankenhäuser rund 40.000 Menschen, direkt oder indirekt, Beschäftigung geboten", so Kaiser.

Und weiter: "Wir brauchen eine gute Versorgungsdichte durch Spitäler, um eine patienten- und bedürfnisorientierte, wohnortnahe, in Notfällen schnellstmöglich erreichbare und volkswirtschaftlich bedeutende Struktur zu gewährleisten." Zudem würde der intramurale Bereich vielfach auch Aufgaben von niedergelassenen Ärzten übernehmen müssen. Aktuelles Beispiel sei der Streit zwischen Ärztekammer und SVA, durch den viele Versicherte in den Ambulanzen der Krankenhäuser behandelt würden.

Abschließend mahnt Kaiser zu einer Prioritätenreihung im Umgang mit Steuergeld: "Wer die Gesundheitsversorgung der Menschen krank spart, während Milliarden zur Rettung von Banken und deren Manager ausgegeben werden, der spart mit Sicherheit am falschen Fleck!"

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