AKNÖ-Präsident Haneder: Keine Angstmacherei um Arbeitsplätze im Gesundheitswesen

Diplomiertes Personal wird in Spitälern abgebaut - "Qualität muss Vorrang haben"

Wien (OTS/AKNÖ) - AKNÖ-Präsident Hermann Haneder und AKNÖ-Vizepräsidentin DGKS Brigitte Adler rufen in der gestern, Dienstag, aufgeflammten Debatte um die richtige Größe von Spitälern zur Mäßigung auf: "Mit Angstmacherei, dass tausende Spitalsbedienstete ihren Arbeitsplatz verlieren, ist niemandem geholfen. Wer mit der Arbeitsplatzangst spielt, gießt Öl ins Feuer."

Schon jetzt werden in vielen Krankenhäusern diplomierte Gesundheits-und Krankenpflegepersonen durch PflegehelferInnen ersetzt. Der ökonomische Druck wird also gar nicht geleugnet, sondern bereits auf dem Rücken der Beschäftigten ausgetragen. Präsident Haneder:
"Sinnvolle Kriterien für unser hervorragendes Gesundheitssystem sind eine qualitätsvolle Gesundheitsversorgung und Arbeitsplätze, die nicht krank machen."

Ökonomisch sinnvolle Mindestgrößen sind international unumstritten -AKNÖ-Studie belegt Überlastung des Personals

"Für einen gesicherten Qualitätsstandard sind auch gewisse Fallzahlen zum Beispiel bei Operationen von Vorteil", zitiert AKNÖ-Gesundheitsexperte Dr. Bernhard Rupp, MBA aus international anerkannten Studien etwa der WHO, und diese setzten nun mal eine gewisse Mindestgröße voraus. Die Krankenkassen alleine werden die rasch steigenden Kosten im Gesundheitswesen nicht schultern können. "Es darf auch darüber nachgedacht werden, wie die Gesundheitslandschaft der Zukunft aussehen könnte", sagte Experte Rupp, "überdies ist für die kleinen Landspitäler eine Fülle von regionalen Primärversorgungsaufgaben vorstellbar und höchst sinnvoll".

Jede/r fünfte Beschäftigte im Gesundheitswesen ist bereits emotional erschöpft, ergab eine jüngst veröffentlichte Studie der AKNÖ unter 30.000 Angehörigen der Gesundheits- und Sozialbetreuungsberufe. Dr. Rupp: "Wer diese Alarmzeichen nicht zu Kenntnis nimmt, verweigert sich einer Diskussion über die wahren Schwachstellen in der Gesundheitsversorgung der Bevölkerung. Eine bessere Personalausstattung der größeren Versorgungseinheiten würde für die Beschäftigten eine spürbare Belastungsmilderung bringen."

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