- 08.06.2010, 20:52:30
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Großzügige Dummheiten (von Claudia Grabner)
Ausgabe 9. Juni 2010
Klagenfurt (OTS) - Wenn das keine Okkasion ist! 2,9 Milliarden
Einsparung. Jährlich! Zu tun wäre nur ein Federstrich: Die Zahl der
heimischen Spitalsbetten auf EU-Niveau reduzieren. Auf den ersten
Blick eine gschmackig-vernünftige Idee. Blöderweise ernüchtert der
zweite Blick mit kurioser Tragweite: So das Reduktionsbeispiel (alle
Krankenhäuser mit weniger als 300 Betten schließen) in Kärnten Schule
machen muss, wäre unser Spitalssystem den Bach runter: Von den elf
Krankenhäusern überleben zwei. Was also tun? Die ganze Sache als
Dummheit vergessen? Oder den dritten Blick riskieren? Der könnte uns
womöglich den überfälligen Durchblick verschaffen - und uns zu jenem
reichen Potenzial an politischer Großzügigkeit führen, der sehr
vernehmlich nach Korrektur schreit: Wenn etwa ein Herr LH Erwin Pröll
in einer Entfernung von zehn Kilometern zwei neue Spitäler aus dem
Boden stampfen lässt, ist das eine Geldverbrennung der besonders
einfältigen Art. Solcherlei Beispiele finden sich viele. Abgesehen
von den Mehrgleisigkeiten, auf denen sich das heimische
Gesundheitswesen zu Tode fährt ...
Rückfragehinweis:
Kärntner Tageszeitung
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