Biene Österreich: Nasskalte Witterung im April und Mai sorgt für dürftige Blütenhonigernte

Wien (OTS) - Die nasskalte Witterung der letzten Wochen macht den Imkern zu schaffen. Die Bienen konnten bei den niedrigen Temperaturen nicht ausfliegen und von den blühenden Kulturen Nektar sammeln. Selbst die Eigenversorgung der Bienen war in manchen Regionen nicht gesichert. Es konnte daher in vielen Gebieten gar kein oder nur sehr wenig Blütenhonig geerntet werden. Gut die Hälfte der jährlichen Honigernte ist damit verloren.

6000 Tonnen jährliche Honigproduktion

In Österreich werden jährlich durchschnittlich 6000 Tonnen Honig produziert. Das entspricht einem Selbstversorgungsgrad von knapp 60%. Der Pro Kopf Verbrauch liegt bei 1,2 kg. Damit zählt Österreich zusammen mit Deutschland zu den fleißigsten Honigkonsumenten. Nur die Griechen konsumieren mit durchschnittlich 1,7 kg mehr.

Honiglager sind leer

Da auch die Jahre 2008 und 2009 unterdurchschnittliche Honigernten gebracht haben, sind die Honiglager der Imker weitgehend geleert.

Hoffen auf Waldhonig

"Wenn die Witterung in den nächsten Wochen mitspielt, können wir noch auf eine Waldhonigernte hoffen. Das könnte für das Honigjahr 2010 eine Schadensbegrenzung bedeuten", so die Präsidenten des Erwerbsimkerbundes und des Imkerbundes, Josef Stich und Ing. Josef Ulz unisono. Angesichts der beschriebenen Situation kann es aber regional zu Versorgungsengpässen kommen.

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