Neues Volksblatt: "Wie geht das?" (Von Michael Kaltenberger)

Ausgabe vom 8. Juni 2010

Linz (OTS) - Die Gesamtschule ist wieder in den Schlagzeilen. Nach der ewigen Krise endlich wieder ein Thema, bei dem alle mitreden können. Und bei dem man die Guten und die Bösen so schön auseinanderhalten kann. Die Guten, die Fortschrittlichen, das sind die Befürworter der gemeinsamen Schule der 10- bis 14-Jährigen; die Bösen, die Hinterwäldler, Bildungsbremser, das sind jene, die das differenzierte Schulwesen nach wie vor für das bessere halten, nach dem Motto: Für jede Begabung die richtige Schule!
Dass viele im Land die Gesamtschule wollen, das wissen wir, das sagen sie uns auch täglich. Was wir nicht hören die Antwort auf die Frage:
Wie geht das?
Werden in der Gesamtschule die Hauptschullehrer wie die Mittelschullehrer bezahlt, oder umgekehrt, oder trifft man sich in der Mitte?
Oder: Wie wird das mit dem Schulbau und der Schulerhaltung? Jetzt ist für die Mittelschulen der Bund zuständig, für die Pflichtschulen zahlen die Länder und Gemeinden. Wer zahlt dann, und wie viel? Fragen wie diese gibt es jede Menge. Und unterschiedliche Strategien im Umgang mit denselben. Man kann entweder den Kopf in den Sand stecken und die Frager als Verhinderer und Blockierer vernadern, oder man stellt sich den Problemen und gibt Antworten. Alles andere wäre ohnehin unseriös.

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