Stöger: "Ich will Jugendlichen die Vorteile des Nichtrauchens aufzeigen"

Bewusstseinskampagne zum Thema "Nichtrauchen lohnt sich auf jeden Fall!" gestartet

Wien (OTS/SK) - "Ziel der Kampagne ist es, dass weniger
Jugendliche rauchen. Denn leider wissen wir, dass der Anteil an jugendlichen Rauchern in Österreich sehr hoch ist", sagte Gesundheitsminister Alois Stöger am Montag bei der Präsentation der Bewusstseinskampagne zum Thema "Nichtrauchen". Abschreckende Kampagnen würden aber, so Stöger weiter, nicht die beabsichtigte Wirkung bei Jugendlichen zeigen. Rauchen würde dadurch oft erst recht als cooler Zeitvertreib gewertet. "Deshalb habe ich eine Kampagne in Auftrag gegeben, die sich des Themas positiv annimmt und nicht mit dem gesundheitspolitischen Zeigefinger droht, sondern die Vorteile des Nichtrauchens aufzeigt", so der Gesundheitsminister, der weiter ausführte: "Es ist wichtig zu vermitteln, dass Rauchen nicht nur ungesund ist, sondern auch unvernünftig und uncool. Das Beste ist, dass die Jugendlichen gar nicht erst zur Zigarette greifen." Studien zeigen, dass 80 Prozent der Kinder von Rauchern selbst zu rauchen beginnen. Deshalb sei es wichtig, dass Eltern ein positives Vorbild für Kinder und Jugendliche abgeben. ****

Der Gesundheitsminister wies im Rahmen der Pressekonferenz auf weitere Maßnahmen hin, die den Nichtraucherschutz und die Rauchprävention stärken: Verkaufen etwa Trafikanten Kindern und Jugendlichen Zigaretten, kann ihnen die Lizenz zum Verkauf von Tabakwaren entzogen werden. Bald aktuell ist das Auslaufen der Übergangsfrist beim Tabakgesetz mit 30. Juni: "In Gaststätten herrscht Rauchverbot, ab 1. Juli darf nur mehr im Ausnahmefall geraucht werden. Es ist wichtig, dass die Gelegenheiten zum Rauchen eingedämmt werden", unterstrich der Gesundheitsminister. Auch die Höhe des Zigarettenpreises ist ein Thema: Nachdem der EuGH die österreichische Mindestpreisverordnung aufgehoben hat, wurde von Stöger gemeinsam mit dem Finanzminister eine Ersatzregelung ausgearbeitet, die dafür sorgt, dass kein Anreiz für die Tabakindustrie entsteht, den Markt mit Billigzigaretten zu überschwemmen. "Ziel ist auch hier, dass weniger Menschen mit dem Rauchen beginnen", so Stöger.

"Ganz zentral ist auch die Raucherentwöhnung", betonte der Gesundheitsminister. Das Gesundheitsministerium finanziert zu diesem Zwecke gemeinsam mit dem Hauptverband der Sozialversicherungsträger das Rauchertelefon. Ab dem 1. Juli wird es zudem auch eine eigene Ombudsstelle für Nichtraucherschutz im Gesundheitsministerium geben. Da immer mehr Jugendliche immer früher zu rauchen beginnen, sind die Themen Rauchen und dessen Prävention auch Teil des Kindergesundheitsdialogs.

Zur Umsetzung der Kampagne wurde die Agentur communication matters beauftragt. Neben Jugendlichen werden verstärkt zwei weitere Zielgruppen angesprochen: junge Familien und Frauen. Die Kampagne wird mehrere Wochen lang in Print- und Onlinemedien zu sehen sein. (Schluss) bj

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