Spatenstich für erstes Innovatives Wohn- und Pflegehaus in Döbling

Wien (OTS) - Am Montag, 7. Juni 2010, fällt der Startschuss für den Bau des ersten Innovativen Wohn- und Pflegehauses (IWP) in Döbling: In diesem für Österreich neuartigen Wohnmodell für SeniorInnen wird das Know-how der beiden Kooperationspartner, des Kuratoriums Wiener Pensionisten-Wohnhäuser (KWP) und des Wiener Krankenanstaltenverbundes (KAV) gebündelt. Auf dem Gelände der ehemaligen Busgarage der Wiener Linien in der Grinzinger Allee 26 findet heute der Spatenstich für das neue Bauprojekt statt. Neben Gesundheits- und Sozialstadträtin und Präsidentin der Häuser zum Leben Mag.a Sonja Wehsely, der Geschäftsführerin der Häuser zum Leben, Mag.a Gabriele Graumann und dem Direktor der KAV-Teilunternehmung PWH (Geriatriezentren und Pflegewohnhäuser der Stadt Wien mit sozialmedizinischer Betreuung) Dr. Roland Paukner, feiert auch der Döblinger Bezirksvorsteher und KWP-Vizepräsident Adolf Tiller den Beginn des Neubaus.

"Mit dem beispielgebenden Neubau von Wohn- und Pflegehäusern investiert die Stadt Wien bis 2015 in die Pflegeeinrichtungen für die Zukunft. Damit können die WienerInnen darauf vertrauen, dass sie, unabhängig vom Einkommen, Pflege auf höchstem Niveau bekommen, wenn sie diese brauchen. Ich freue mich, dass wir nun neben den bereits in Bau befindlichen Pflegewohnhäusern auch bei den Innovativen Wohn- und Pflegehäusern zur Tat schreiten", betont Wehsely. "Die Errichtung des Innovativen Wohn- und Pflegehauses wird mit rund 12 Millionen Euro aus den Mitteln der Wiener Wohnbauförderung unterstützt", erläutert Wohnbau-Stadtrat und Vizebürgermeister Dr. Michael Ludwig.

Das künftige Innovative Wohn- und Pflegehaus wird das im Jahr 1970 errichtete Pensionisten-Wohnhaus Döbling in der Pfarrwiesengasse 23 ersetzen, welches bau- und energietechnisch nur mit sehr hohem Aufwand zu sanieren wäre. Das Besondere an dem neuen Wohnmodell ist, dass die Wohnappartements bei Bedarf in Pflegeappartements umgewandelt werden können ohne dass die BewohnerInnen übersiedeln müssen. Die Erfahrung zeigt, dass bei älteren Menschen oft eine Schwellenangst besteht, vom Wohn- in den Pflegebereich eines Pensionisten-Wohnhauses zu übersiedeln. Das neue Konzept soll hier Abhilfe schaffen. Die SeniorInnen bleiben auch im Falle von Krankheit oder dauernder Pflegebedürftigkeit in ihrer gewohnten Wohnumgebung. Es geht darum, Menschen so lange wie möglich die gewohnte Umgebung bieten zu können, auch wenn sie krank oder pflegebedürftig sind.

90 Prozent der alten Menschen werden heute zu Hause betreut - von Verwandten oder Heimhilfen und unter Inanspruchnahme medizinischer Leistungen von außen. Dieses betreute Wohnen und diese Alltagsnormalität wolle man auch in den Innovativen Wohn- und Pflegehäusern verstärkt realisieren. In einer alternden Gesellschaft müssen individuelle Lebensqualität und Mobilität gefördert und soziale Isolation so gut wie möglich verhindert werden, sagt die Geschäftsführerin der Häuser zum Leben, Mag.a Gabriele Graumann.

Hintergrundinformation

Bei der Planung und Umsetzung des neuen IWP Döbling gelten folgende Rahmenbedingungen und Grundsätze:

  • Einzelappartements für alle BewohnerInnen, die im Bedarfsfall zu Pflegeappartements umgebaut werden können
  • Wohngruppenstruktur - modulare Anordnung in einer Wohngruppe
  • Medizinische und pflegerische Leistungen werden im Bedarfsfall erbracht
  • Vernetzung mit Wohnumgebung, dem Grätzl, und Öffnung durch Angebote im Haus, wie: Greißlerei, Kindergarten, Beratungen im medizinisch-therapeutischen Kompetenzzentrum, Friseur und Fußpflege
  • Großer Garten, ruhige Lage

Wohngruppenkonzept

Eine Wohngruppe verfügt über 14 Einzelappartements mit gemeinsam genützter Infrastruktur: Koch-/Essbereich, Wohnbereiche und Freibereiche (2 Terrassen - gesamte Nutzfläche: 45 m2). Der innovative Charakter und der Nutzen dieses Wohngruppenkonzeptes zeigen sich durch:

  • individuelle Alltagsgestaltung der BewohnerInnen
  • Selbstbestimmtheit und Geborgenheit,
  • Überschaubarkeit und Orientierung im Raumkonzept,
  • gleichzeitige Sicherheit und Vertrautheit,
  • familiäre Atmosphäre, die die Kommunikation mit Gleichgesinnten erleichtert,
  • sowie das bewusste und aktive Erleben von Umwelt und Jahreszeiten.

Ein barrierefreies und behindertengerechtes Einpersonen-Appartement umfasst ca. 31 m2 und besteht aus einem Vorraum mit Garderobe, Schrank, Abwäsche, Kühlschrank, Kitchenette, Badezimmer mit Dusche, Spiegelschrank, Waschbecken und WC sowie einem Wohn- und Schlafraum. Das innovative Raumkonzept ermöglicht eine individuelle pflegerische und medizinische Versorgung.

Weitere Pensionisten-Wohnhäuser werden zu IWPs

Das IWP Döbling in der Grinzinger Allee wird das erste IWP in Wien sein. Weitere drei Häuser zum Leben werden bis spätestens 2015 ebenfalls zu IWPs umgebaut: das IWP Liebhartsthal, das IWP Liebhartsthal II und das IWP Rosenberg.

Zu dieser Meldung werden in Kürze unter www.wien.gv.at/pressebilder zur Verfügung stehen.

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Gerda Füricht-Fiegl, MSc
Pressesprecherin
Häuser zum Leben
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Mediensprecher Stadträtin Mag.a Sonja Wehsely
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