Schwentner zu Pressestunde/Heinisch-Hosek: Schuldzuweisungen verbessern Situation für Frauen nicht

Heinisch-Hosek übersieht eigene Regierungsverantwortung - Durchsetzungsschwäche wird offensichtlich

Wien (OTS) - "Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek übersieht geflissentlich, dass sie Regierungsverantwortung hat und nicht in der Opposition ist. Mit ihrer Haltung, dass nur die anderen Schuld sind, nämlich je nach Bedarf Koalitions- oder Sozialpartner, führt Heinisch-Hosek allmählich ihr Ressort ad absurdum. Das betrifft sowohl den zahnlosen Kompromiss beim Einkommenstransparenz-Modell, aber auch ihre mangelnden Ideen bei der Diskussion um die "Teilzeitfalle", die Diskussion um Quoten in Aufsichtsräten oder die strukturelle Schlechterstellung von Migrantinnen", so die Frauensprecherin der Grünen, Judith Schwentner in Reaktion auf den Auftritt von Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek in der heutigen Pressestunde.

"Ich fürchte, dass die Idee einer "black list" für Unternehmen, die Gehälter im Betrieb nicht offenlegen, ebenfalls der Kategorie der "großen Töne" angehört. Das vorliegende Modell ist leider so zahnlos, dass es in den kommenden Jahren nur sehr wenig an der dramatischen Einkommensschere zwischen Männern und Frauen ändern wird. Frauen sind überwiegend in Klein- und Mittelbetrieben tätig, das vorliegende Modell erreicht selbst im Vollausbau 2014 nur ein Prozent der Betriebe", so Schwentner.

"Es ist ein Ausdruck der Verzweiflung, wenn Ministerin Heinisch-Hosek ankündigt, im Zuge der Verhandlungen um den Haushaltsplan notfalls vor dem Finanzministerium demonstrieren zu wollen. Offenbar schafft sie es nicht, sich innerhalb der Regierung durchzusetzen und die Anliegen der Frauen wirkungsvoll zu vertreten."

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