Foglar zu Heinisch-Hosek: ÖGB unterstützt alle Maßnahmen für mehr Gleichbehandlung

Gewerkschaften werden konstruktive Partner bei Umsetzung sein

Wien (OTS/ÖGB) - "Wir sind froh über den großen Meilenstein, der mit der Vereinbarung zur Einkommenstransparenz gelungen ist", sagt ÖGB-Präsident Erich Foglar. "Die Frauenministerin wird von den Sozialpartnern jede Unterstützung bekommen, um dem wichtigen Ziel, dem Schließen der Einkommensschere, einen großen Schritt näher zu kommen."++++

"Wir werden der Bitte der Frauenministerin selbstverständlich nachkommen und dafür sorgen, dass die vereinbarten gesetzlichen Maßnahmen, allen voran die Einkommensberichte aus den Unternehmen, konsequent unter Beteiligung der BetriebsrätInnen und PersonalvertreterInnen umgesetzt werden", sichert Foglar zu. "Die Gewerkschaften selbst haben seit jeher größtes Interesse daran, dass es in der Arbeitswelt gerecht zugeht." Schon bisher würden BetriebsrätInnen und PersonalvertreterInnen in den Unternehmen und Dienststellen viel dazu beitragen, die Einkommensunterschiede aufzudecken und zu beseitigen, nun hätten sie mit den gesetzlich geregelten Einkommensberichten und ihrer Beweiskraft vor Gericht gute zusätzliche Instrumente.

Der Kritik, die neuen Regelungen seien zahnlos und zu wenig weitgehend, weist Foglar zurück: "Die Vereinbarung zur Einkommenstransparenz, die die Sozialpartner im Auftrag der Frauenministerin erarbeitet haben, sind wichtige erste Schritte in einem längerfristigen Prozess", sagt Foglar. "Wir haben eine Tür geöffnet, in Jahresschritten werden immer mehr ArbeitnehmerInnen von den Einkommensberichten erfasst und daraus lassen sich sehr wohl Schlüsse ziehen und Maßnahmen einleiten."
Genau so wenig wie die Frauenministerin die Einkommensberichte als losgelöste Maßnahme zur Gleichstellung von Frauen sehe, werde der ÖGB sich damit zufrieden geben, sondern weiterhin darauf bestehen, dass andere nötige Maßnahmen rasch angegangen werden. "Wir müssen endlich von dem unrühmlichen vorletzten Platz in der EU bei der Einkommensgerechtigkeit weg kommen", fordert Foglar. "Dazu gehören Einkommenstransparenz, ausreichend Kinderbetreuungseinrichtungen um Frauen die vollwertige Teilhabe am Arbeitsleben zu ermöglichen, gute Einkommen in so genannten Frauenbranchen, ausreichende Pensionen für Frauen und vieles mehr. Der ÖGB wird nicht locker lassen, wenn es darum geht, mehr Gleichheit herzustellen. Denn Gesellschaften, in denen mehr Gleichheit herrscht, sind für alle insgesamt gerechter. Das muss unser Ziel sein."

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ÖGB, 6. Juni 2010

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