FPÖ-Hofer begrüßt Einlenken von ÖVP und Grünen bei gemeinsamer Obsorge

Soll bei Scheidungen zum Regelfall werden - Kind hat Recht auf beide Eltern

Wien (OTS) - Der stellvertretende FPÖ-Klubobmann NAbg. Norbert Hofer zeigt sich erfreut über das offensichtliche Einlenken von ÖVP und Grünen in der Frage der gemeinsamen Obsorge: "Die FPÖ verfolgt dieses Ziel seit Jahren. Bisher wurden im Nationalrat jedoch sämtliche Anträge abgelehnt - mit den Stimmen der Regierungsparteien und auch der Grünen", so Hofer.

Tatsächlich sei es höchste Zeit, die gemeinsame Obsorge beider Elternteile bei Trennungskindern endlich auf den Weg zu bringen, meint Hofer. Seit neun Jahren ist es in Österreich möglich, die Obsorge beider Elternteile im Falle der Scheidung freiwillig zu vereinbaren: "Eine Evaluierung hat vor fünf Jahren ergeben, dass sich diese Möglichkeit überaus positiv ausgewirkt hat. Es gibt wesentlich weniger Konflikte, einen weitaus häufigeren Kontakt der Kinder zu beiden Eltern und eine zehnmal geringere Kontaktabbruchsrate als bei alleiniger Obsorge", schildert Hofer die Vorteile.

Trotz dieser ausgezeichneten Ergebnisse habe sich die Politik bis heute nicht durchringen können, die gemeinsame Obsorge als Standard festzulegen, wie dies in Deutschland bei Scheidungen schon seit 1998 der Fall sei. "Dort gibt es die alleinige Obsorge nur auf Antrag, wobei der Antragsteller nachweisen muss, dass eine gemeinsame Obsorge dem Kindeswohl abträglich wäre", erklärt Hofer, der insbesondere an die Frauenpolitikerinnen von SPÖ und Grünen appelliert, die dem Projekt bisher sehr skeptisch gegenüber gestanden sind: "Es geht hier nicht um einen Kampf Mütter gegen Väter. Immerhin sind auch immer mehr Frauen betroffen, wenn der Vater das alleinige Sorgerecht bekommt. Es geht ausschließlich um das Wohl der Kinder, die ein Recht auf beide Eltern haben."

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