"profil": Wiener Hundeführschein: "Riesenaufwand für nichts"

Fachwelt hält die "Rasseliste" mit 13 Hunden für sinnlos und unausgegoren: Am häufigsten beißt der Schäfer

Wien (OTS) - Wie das Nachrichtenmagazin "profil" in seiner Montag erscheinenden Ausgabe berichtet, findet sich in der gesamten Fachwelt kein Experte, der den ab Juli gültigen Wiener "Hundeführschein" für sinnvoll hält. Das Urteil der Wissenschafter zu der Regelung, die Halter von angeblichen "Kampfhunden" disziplinieren soll, ist vernichtend, wie "profil" anhand zahlreicher Interviews belegt. Außerdem sei das Gesetz praktisch nicht umsetzbar. Dennoch muss jetzt bei der Haltung von 13 teils exotischen Hunderassen eine Prüfung abgelegt werden.

"profil" kann darlegen, dass diese "Rasseliste" völlig veraltet ist: In Deutschland, wo bereits vor zehn Jahren ähnliche Maßnahmen beschlossen wurden, wurden diese Listen teils wieder abgeschafft. Als einen "Riesenaufwand für nichts", bezeichnet die deutsche Tiermedizinerin Jutta Etscheidt diese Regelungen. Zugleich zitiert "profil" Studien, die zeigen, welche Hunde unter welchen Umständen wirklich zur Gefahr werden - und stets beweisen die Daten, dass der Schäfer der mit Abstand bissfreudigste Hund ist. Und just der steht nicht auf der Liste.

In Kooperation mit österreichischen und internationalen Forschern hat "profil" die wichtigsten wissenschaftlichen Arbeiten zum Thema zusammengetragen. Ergebnis: Die meisten Unfälle geschehen am Land, sehr oft im privaten Umfeld des Hundehalters - und überdurchschnittlich häufig werden Kinder zu Opfern. Ursache ist meist mangelndes Wissen über Aggressionsverhalten von Hunden.

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