Darstellung der Ärztekammer für NÖ zum vertragslosen Zustand wird zurückgewiesen

Wien (OTS) - Bis zuletzt hat die SVA versucht, mit der Österreichischen Ärztekammer zu einer Einigung zu gelangen, entgegnet die Vorsitzende des Landesstellenausschusses der SVA Niederösterreich, Herta Mikesch einer Presseaussendung der Ärztekammer für Niederösterreich. "Alle Angebote der SVA wurden jedoch zurückgewiesen."

Für die Vorsitzende ist auch klar, wer für die momentane Situation verantwortlich ist: "Der Vertrag wurde von der Ärztekammer gekündigt. Sie soll nun auch den Mut haben, dies den Patienten mitzuteilen, und es unterlassen, die SVA als Schuldtragende darzustellen."

Herta Mikesch kritisiert auch die Aussagen der Ärztekammerfunktionäre zu den Honorarzahlungen der SVA seit 2004, die die tatsächlich geflossenen Geldmittel nur unvollständig wiedergeben. Im Zeitraum 2004 bis 2006 erhielten die Vertragsärzte im Wege von Einmalzahlungen insgesamt 6,1 Mio. Euro österreichweit ausbezahlt. Auch im Jahr 2007 erfolgte eine zusätzliche Zahlung von 0,8 Mio. Euro an die Vertragsärzte der SVA.

Auch diesbezüglich sollte die Ärztekammer den Mut aufbringen, die Patienten umfassend zu informieren.

Für Versicherte mit geringem Einkommen bietet die SVA eine menschliche Lösung an.

"Für die Personengruppe trägt die SVA eine besondere Verantwortung. Wir haben daher ein eigenes Modell, den so genannten Arztkostenzuschuss kreiert", so Mikesch weiter.

Personen mit besonderer sozialer Schutzbedürftigkeit, wie etwa Pensionisten mit Ausgleichszulage, wird der Arztbesuch vorfinanziert. Der Vorschuss wird mit der Vergütung aufgrund einer eingereichten Rechnung gegenverrechnet. Den Vorschuss gibt es allerdings nur über schriftlichen Antrag, der bei der zuständigen Landesstelle einzubringen ist. Antragsformulare können über die SVA-Landesstelle oder die Bezirksstellen der Wirtschaftskammer NÖ bezogen werden.

Weiterverwendung der e-card

"Die Aufforderung an Ärztinnen und Ärzte die e-card nicht zu verwenden ist Unsinn und im Übrigen sehr gefährlich", so Mikesch. Sobald der betroffene Mediziner auch einen Vertrag mit einer anderen Kasse hat, ist er oder sie verpflichtet, den Versichertenstatus mittels e card zu prüfen, sonst wäre das Vertragsbruch. Es muss ja festgestellt werden, ob der oder die Betreffende nicht woanders auch versichert ist. Ich sehe schon Klagen von Mehrfachversicherten auf Ärztinnen und Ärzte zukommen, denen Kassenleistungen verwehrt wurden, weil fälschlicherweise angenommen wurde, dass der Betreffende lediglich Selbständige/r und damit SVA-Versicherte/r ist.

Abschließend appelliert Mikesch an die nö-Ärzte, zumindest bei Patienten mit geringem Einkommen oder bei Kindern weiterhin über die e-card abzurechnen.

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