Kadenbach: Elektrogeräte werden jetzt europaweit sicherer

Verbot von gefährlichen Substanzen soll umweltfreundliche Innovationen fördern

Wien (OTS/SK) - Der Umweltausschuss des Europäischen Parlaments
hat heute, Mittwoch, über ein Änderungspaket zur Richtlinie über die Beschränkung der Verwendung bestimmter gefährlicher Stoffe wie Blei, Quecksilber und Cadmium in Elektro- und Elektronikgeräten (RoHS) abgestimmt. Eine Neuerung ist die Ausdehnung der Stoffverbote auf die Mehrzahl der Elektroprodukte. "Wir haben hier im Sinne von Konsumentinnen und Konsumenten eine Verbesserung durchgesetzt", freut sich SPÖ-EU-Abgeordnete Karin Kadenbach. ****

Eine Vielzahl von gefährlichen Inhaltsstoffen kommt nun auf die Liste der verbotenen Substanzen und soll bei Elektronikgeräten verbesserte Produktions- und Recycling-Bedingungen schaffen. Stoffe wie bromierte und chlorierte Flammschutzmittel, PVC und Phthalate (etwa in Kinderspielzeug) erfordern künftig eine zusätzliche Genehmigung.

Klar ist seit heute auch: Das Parlament wird das Cadmium-Verbot in der sogenannten RoHS-Novelle nicht auf die Photovoltaik ausweiten. Der Umweltausschuss hat alle Erneuerbaren-Energie-Technologien in der neuen Regelung vom Cadmium-Verbot ausgenommen. Kadenbach kritisiert, dass Lobbying-Gruppen hier Mehrheiten im Ausschuss gefunden haben:
"Die neue Regelung soll zwar die Entwicklung von Technologien der erneuerbaren Energien nicht verhindern, aber gesundheitliche Aspekte müssen in jedem Fall Berücksichtung finden." Ausschussmitglied Kadenbach möchte mithilfe dieser Richtlinie auch verbindliche Anreize für Unternehmen schaffen, damit neue umweltfreundlichere und weniger gesundheitsschädliche Stoffe entwickelt werden. Sie setzt nun noch auf Überzeugungsarbeit bis zur Abstimmung im Plenum des Europäischen Parlaments im Sommer. "Vorbeugen ist besser als Heilen. Es ist besser, Umweltprobleme an ihrem Ursprung zu bekämpfen", so Kadenbach. (Schluss) bj

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