US-Ölkatastrophe: Kirchenaufruf zu "Erdölhungerstreik"

Umweltbeauftragte der österreichischen Diözesen wollen anlässlich des Welt-Umwelt-Tages am 5. Juni "Autofasten"

Wien, 02.06.10 (KAP) Vor dem Hintergrund der Ölkatastrophe im Golf von Mexiko haben die kirchlichen Umweltbeauftragten dazu aufgerufen, zum Welt-Umwelt-Tag am 5. Juni "ein deutliches Zeichen gegen die Zerstörung der Schöpfung zu setzen". Vorgeschlagen wird ein "Erdölhungerstreik": "Wer die Möglichkeit hat, lässt an diesem Tag sein Auto in der Garage und steigt auf das Fahrrad oder den öffentlichen Verkehr um", heißt es in einer Aussendung am Mittwoch.

Vor allem durch den nach wie vor steigenden Treibstoffverbrauch im Auto- und Flugverkehr seien auch die Österreicher mitverantwortlich für das Umwelt-Desaster im Golf von Mexiko, begründete Ernst Sandriesser, Sprecher der Umweltbeauftragten, den Aufruf zum "Autofasten". Der Boykott einer einzelnen Tankstellenkette würde daran nichts ändern. Es gehe vielmehr darum, sein Mobilitätsverhalten nachhaltig zu verändern und nicht nur, aber besonders am Welt-Umwelt-Tag auf Alternativen zum Auto zurückzugreifen.

"Noch unsere Kinder und Kindeskinder werden die Folgen dieser bisher schlimmsten Umweltkatastrophe spüren und unsere Generation fragen, warum wir durch unsere Gier nach billigem Treibstoff die Ozeane und damit letztlich uns selber vergiftet haben", so Sandriesser. Die Reduktion von fossilen Treibstoffen und der Einsatz von erneuerbaren Energien sei das "Gebot der Stunde".

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