FPÖ-Belakowitsch-Jenewein, Hofer: Gefährliche Pestizide sofort verbieten!

Zurück zu naturnaher Landwirtschaft heißt auch: Zurück zur Gesundheit

Wien (OTS) - "Man hat uns belächelt als wir vor Jahren die ersten waren, die den Zusammenhang des steigenden Agrospritzmittel-Einsatzes mit >neuen< Erkrankungen bei Jugendlichen offenlegten", so heute die freiheitliche Gesundheitssprecherin NAbg Dr. Dagmar Belakowitsch-Jenewein. "Mittlerweile bestätigen Studien, wie jene in der Vorwoche in der Fachzeitschrift Pediatrics veröffentlichte der Universitäten von Montreal und Harvard, die mutmaßliche Urheberschaft der sogenannten Organophosphate am vermehrten Auftreten von ADHS (Zappelphilipp-Syndrom bzw. Aufmerksamkeitsdefizit- und Hyperaktivitätssyndrom). Der Urin von über 1100 Kindern und Jugendlichen zwischen 8 und 15 Jahren wurde auf Pestizidrückstände untersucht und das Auftreten von ADHS konnte in einen eindeutigen Zusammenhang mit der Rückstandshöhe gebracht werden."

"Für uns", so FPÖ-Umweltsprecher NAbg Norbert Hofer, "ist das ein Grund mehr, vor einer Verbreitung der gentechnisch verändernden Landwirtschaft zu warnen, in der der Pestizideinsatz um ein Vielfaches ansteigt. Aber auch im konventionellen Bereich müssen neue Regelungen, Grenzwerte und, wo erforderlich, schärfere Maßnahmen her, die einerseits bienenschädliche Substanzen - Stichwort:
Bienensterben, vor allem aber auch jene Wirkstoffe berücksichtigen, die jetzt als ADHS-Auslöser überführt sind."

Belakowitsch-Jenewein weiter: "Bei Wirkstoffen, die nachweislich für ADHS verantwortlich sind, indem sie eine Störung der Nervenreizleitung hervorrufen bzw. begünstigen, kann nur ein Verbot das Mittel der Wahl sein. Es kann ja nicht Ziel unserer Agrar- und Gesundheitspolitik sein, im Namen des Profits und der Billigmassenproduktion Befindlichkeitsstörungen und Krankheiten in Kauf zu nehmen, durch deren Erleiden die wenigen in unserer ungenügend kinderfreundlichen Gesellschaft geborenen Kinder eines Tages ihre ungeborenen Altersgenossen beneiden werden. Hier sind die politisch Entscheidungsbefugten zu umgehendem Handeln verpflichtet."

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