FPÖ: Strache: Volle Unterstützung für Bürgerinitiative gegen ATIB-Zentrum in Floridsdorf

Freiheitliche warnen vor gezielter Schaffung von Parallel- und Gegengesellschaften

Wien (OTS) - In einer Pressekonferenz, die er gemeinsam mit den beiden Wiener freiheitlichen Landtagsabgeordneten David Lasar und Toni Mahdalik abhielt, nahm FPÖ-Bundesparteiobmann HC Strache heute Stellung zum ATIB-Zentrum in der Rappgasse 7 in Wien Floridsdorf. Die ATIB ist die türkisch-islamische Union für kulturelle und soziale Zusammenarbeit in Österreich.

In dem einstöckigen Gebäude in der Rappgasse 7 sind bauliche Veränderungen geplant. "Wenn diese durchgeführt werden, sind auf 1.800 qm Nutzfläche bis zu 1.500 Menschen zu erwarten", erläuterte Strache, der vor der daraus resultierenden Verkehrslawine Lärmbelästigung warnte. Die Wohnqualität werde rasant sinken. Deshalb habe sich in Floridsdorf eine Bürgerinitiative gebildet, die sich gegen diesen Ausbau engagiere und sehr berechtigt darauf hinweise, dass das Wohngebiet im Bereich Prager Straße, Koloniestraße und Umgebung solche Menschenmassen nicht aufnehmen könne. Die FPÖ stehe voll und ganz auf Seiten dieser Bürgerinitiative. "Was hier den Menschen in Wien zugemutet werden soll, ist einfach nicht mehr tragbar." Nach der Moschee in der Dammstraße solle hier das nächste vom türkischen Staat gesteuerte islamische Megazentrum geschaffen werden. Geplant seien in den Räumlichkeiten in der Rappgasse unter anderem ein Supermarkt, 4 Seminarräume, eine Koranschule und ein Kindergarten.

Im weiteren Verlauf der Pressekonferenz befasste sich Strache mit den Hintergründen der ATIB. In Österreich gebe es ca.60 ATIB-Gemeinden, die im Dachverband ATIB Union, 1990 gegründet, zusammengefasst würden. Jede Gemeinde sei in sich als Verein organisiert. Ziel der Bewegung sei die Verbreitung des Koran und damit des Islam, sowie die Aufrechterhaltung islamischer und türkischer Werte bei den türkischen Emigranten im Westen. Dazu dienten vor allem Koranschulen. Die ATIB-Gemeinschaften würden inhaltlich durch den Sozialattaché der türkischen Botschaft in Wien kontrolliert. Für organisatorische Fragen in der Gemeinschaft seien in den Bundesländern die türkischen Generalkonsulate zuständig. Der jeweilige Religionsbedienstete werde von der Türkei entsandt und bezahlt. Er sei Inhaber eines türkischen Dienstpasses und Botschaftsangehöriger. Seine theologische Ausbildung habe er meistens an einer türkischen Universität erhalten. Die theologische Ausrichtung entspreche der theologischen Ausrichtung des Präsidiums für religiöse Angelegenheiten in Ankara.

Integration sei nicht erwünscht und auch gar nicht möglich. "Hier werden ja Vielzweckbauten errichtet, wo die Zuwanderer den ganzen Tag unter sich sind, wo sie nicht Deutsch zu reden brauchen, wo es ja keinerlei Kontakte zur sonstigen Bevölkerung gibt", kritisierte Strache. Inhaltlich werde ein Gedankengut verbreitet, das Elemente des traditionellen Islam und des türkischen Nationalismus enthalte. Da ATIB ein Teil der türkischen Staatsgewalt sei, unterscheide er sich grundlegend von Organisationen, die etwa demokratisch durch hier lebende Türken gegründet würden. Ein Teil der in Österreich vorhandenen Moscheen und Gebetshäuser gehöre der im Grundbuch eingetragenen ATIB und damit letztlich dem türkischen Staat.

"Was hier geschieht, ist die bewusste und ganz gezielte Schaffung von Parallel- und Gegengesellschaften", erklärte Strache. "Aber das alles ist Rot, Schwarz und Grün offenbar völlig egal oder wird von ihnen sogar gefördert." Die volle Solidarität der FPÖ hingegen gelte den Bürgerinitiativen und der für den 18. Juni geplanten Demonstration.

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