PRO-GE Anderl begrüßt Offenlegung der Gehälter

Sozialpartner setzen Maßnahmen zum Schließen der Einkommensschere

Wien (OTS/ÖGB) - Die Sozialpartner und die
Industriellenvereinigung haben ein Maßnahmenpaket vereinbart, um das Recht auf "gleiches Einkommen für gleiche und gleichwertige Arbeit" aktiv zu unterstützen. Renate Anderl, PRO-GE Frauenvorsitzende, begrüßt die Einigung und betont: "mit dem Maßnahmenpaket ist ein wichtiger und großer Schritt gelungen, die Einkommensschere zwischen Männern und Frauen zu schließen."++++

"Guter Wille allein ist zu wenig. Die Lippenbekenntnisse der letzten Jahre haben dazu geführt, dass die Einkommensunterschiede zwischen Frauen und Männern noch größer geworden sind", so Renate Anderl im Bezug auf den aktuellen Frauenbericht 2010. Durch die Vereinbarung der Sozialpartner werde endlich das Übel an der Wurzel gepackt und Einkommensdiskriminierung dort bekämpft, wo sie entstehe: bei der Einstufung. "Die Angabe des Mindestlohnes bei Jobausschreibungen ist ein wichtiger Schritt, um dem Lohnmissbrauch einen ersten Riegel vorzuschieben", so die Bundesfrauenvorsitzende.

Besonders erfreut zeigt sich Anderl auch über den Vorstoß zum flächendeckenden Ausbau der Kinderbetreuung. Viele Frauen können Beruf und Familie nur schwer unter einen Hut bringen. Die Folge seien ständiger Zeitdruck, Überlastungen und fehlende Lebensplanung. Ein Ausbau der Kinderbetreuung würde vieles dazu beitragen, die Lebens-und Arbeitssituation von Frauen zu verbessern.

"Mit der Einigung wurde eine langjährige Forderung der PRO-GE Frauen erreicht", so Renate Anderl. Anfang 2010 starteten die Gewerkschafterinnen mit der Kampagne "Ein paar Zentimeter mehr..." eine breite Informationsoffensive zur Einkommensschere zwischen Frauen und Männern. "Ich bin zuversichtlich, dass die Einkommenstransparenz einen enormen Einfluss auf die Umsetzung der Gleichstellung von Männern und Frauen haben wird", erklärt Anderl.

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