Evelyn Regner und Jutta Steinruck: "Faire Praktika für alle"

Beschäftigungsausschuss fordert ausreichenden Versicherungsschutz und angemessene Bezahlung für Praktikanten

Wien (OTS/SK) - Der Beschäftigungs- und Sozialausschuss des Europäischen Parlaments hat sich heute, Mittwoch, bei der Verabschiedung eines Initiativberichts für eine rechtliche Stärkung von Praktikanten in ganz Europa ausgesprochen. "Viele junge, hochqualifizierte Menschen reihen heute Praktikum an Praktikum, in denen sie nicht oder nur sehr gering entlohnt werden, aber ebenso viel Arbeit und Verantwortung tragen müssen, wie fest angestellte Kolleginnen und Kollegen", betonten die SPÖ-EU-Abgeordnete Evelyn Regner und Jutta Steinruck, SPD-Europaabgeordnete, nach der Abstimmung. ****

Die beiden Sozial- und Beschäftigungsexpertinnen der sozialdemokratischen Fraktion im Europäischen Parlament wiesen darauf hin, dass allein schon der Begriff 'Generation Praktikum' einen sozialen Missstand beschreibt: "Praktika sollten eigentlich dazu dienen, jungen Menschen einen Einblick in den Beruf zu geben. Was wir aber heute mit Sorge registrieren, ist der rasante Anstieg unbezahlter und unterbezahlter Praktika, die statt regulärer Beschäftigung angeboten werden."

Es muss uns schnell gelingen, hier soziale Rahmenbedingungen zu schaffen, die eine anständige Behandlung und Bezahlung von Praktikantinnen und Praktikanten zur Regel macht. Bei der heutigen Abstimmung haben wir, die europäischen Sozialdemokraten, ein deutliches Signal gesetzt, dass unbezahlte Praktika der Vergangenheit angehören müssen. Weiterhin muss es auch einen ausreichenden Versicherungsschutz für alle Praktikanten geben", forderten Regner und Steinruck, die den entsprechenden Änderungsantrag zum Versicherungsschutz und einer angemessenen Bezahlung eingebracht haben.

"Es ist jetzt dringend geboten, die Chancen junger Menschen auf dem Arbeitsmarkt deutlich zu verbessern. Wir müssen Rahmenbedingungen schaffen, in denen jungen Menschen eine gute Perspektive für ihre berufliche Laufbahn geboten wird und dass sie nicht unter prekären Verhältnissen arbeiten müssen. Die Abstimmung heute war ein erster von vielen Schritten in die richtige Richtung", unterstrichen die beiden EU-Abgeordneten. (Schluss) ab/mp

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