Binder-Maier: Einkommenstransparenz erster Schritt zu mehr Lohngleichheit

Informationsrecht gibt Frauen die Möglichkeit, sich gegen Einkommensunterschiede zu wehren

Wien (OTS/SK) - "Die gesetzliche Verankerung der Einkommenstransparenz ist ein wichtiges Instrument, um die Einkommensschere Schritt für Schritt zu verkleinern. Nur wenn Frauen über die realen Lohnunterschiede in ihrem Unternehmen Bescheid wissen, können sie auch mehr Gehalt fordern", so SPÖ-Familiensprecherin Gabriele Binder-Maier heute, Mittwoch, zur geplanten Einkommenstransparenz. **

"Viele Frauen verdienen bei gleicher Ausbildung und für dieselbe Arbeit immer noch deutlich weniger als ihre männlichen Kollegen. Dazu erledigen sie unentgeltlich den Großteil der Arbeit im Haushalt und bei der Pflege- und Betreuungsarbeit", so die SPÖ-Familiensprecherin. Die von der SPÖ bereits seit langem geforderte Einkommenstransparenz sei daher ein "erster wichtiger Schritt, um diese Ungerechtigkeit zu bekämpfen", so Binder-Maier. Mit der in Zukunft geltenden Informationspflicht großer Unternehmen über die Durchschnittseinkommen je Verwendungsgruppe erhielten Frauen die Möglichkeit, sich aktiv gegen etwaige Lohnunterschiede zur Wehr zu setzen. "Sie erhalten erstmals das Recht, zu erfahren, ob es Lohnunterschiede in ihrem Unternehmen gibt, und sie erhalten diese Informationen schwarz auf weiß. Damit haben sie ein wichtiges Instrument an der Hand, um gegebenenfalls mehr Gehalt zu fordern", begrüßte Binder-Maier die nun erzielte Einigung der Bundesregierung zur Einkommenstransparenz in Unternehmen.

In einem ersten Schritt gilt diese Informationspflicht für Unternehmen mit mehr als 1000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, bis 2014 folgen stufenweise auch kleinere Unternehmen mit mehr als 150 Mitarbeitern. Die SPÖ-Familiensprecherin betonte, dass noch weitere Maßnahmen folgen müssen, um die Situation von Frauen am Arbeitsmarkt langfristig zu verbessern. Dazu gehöre eine ausgewogene Familienförderung und der weitere Ausbau von Kinderbetreuungsplätzen, um Frauen die Vereinbarkeit von Beruf und Familie zu ermöglichen. Auch eine vermehrte Einführung von Frauenquoten sei notwendig, um mehr Frauen den Einstieg in die Führungsetagen von Unternehmen zu ermöglichen. "Wir müssen die Gleichberechtigung auch in diesem Bereich massiv vorantreiben", betonte Binder-Maier. (Schluss) sc

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