WKÖ-Hochhauser: Förderung von Frauen nützt der Wirtschaft

Vereinbarkeit von Beruf und Familie im Zentrum - anonyme Einkommensanalysen für Betriebe über 150 Beschäftigte

Wien (OTS/PWK436) - "Die Wirtschaft hat größtes Interesse an
der Gleichstellung von Frauen und Männern. Es ist für Unternehmen sinnvoll, das Potenzial der Frauen besser zu nutzen", betont die Generalsekretärin der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ), Anna Maria Hochhauser. Daher bekennt sich die WKÖ auch zu dem Maßnahmenpaket, aus dem Frauenministerin Heinisch-Hosek und Sozialminister Hundstorfer heute das Kapitel Einkommensberichte präsentiert haben. Die Einkommensanalysen sind Teil des umfassenden Pakets, das mit den Sozialpartnern im Rahmen des nationalen Aktionsplans für Gleichstellung erarbeitet wurde.

"Der Einkommensunterschied zwischen Männern und Frauen hat viele Ursachen, von der Berufswahl über mangelnde externe Kinderbetreuung bis hin zu Unterschieden im Verhalten. Entsprechend vielfältig müssen die Maßnahmen sein, um Verbesserungen zu erzielen", betont Hochhauser.

"Im Vordergrund stehen für die WKÖ dabei Maßnahmen zur besseren Vereinbarkeit von Familie und Beruf und zur Änderung von Rollenbildern. Ein umfassendes Angebot an Kinderbetreuungseinrichtungen hilft vor allem Frauen, Karriere und Familie unter einen Hut zu bringen", so die WKÖ-Generalsekretärin. Zudem müssten Frauen im Berufsleben noch stärker in klassische und lukrativere Männerdomänen wie IT, Technik und Naturwissenschaften vordringen. Dazu sieht das Paket konkrete Maßnahmen wie etwa die gezielte Berufsinformation bereits in der Schule vor.

"Für die Wirtschaft ist die Ausgestaltung der nun vorgesehenen Einkommensanalysen vertretbar. Wir gehen aber davon aus, dass bürokratische Belastungen für die Unternehmen unterbleiben", hält die WKÖ-Generalsekretärin fest. Kleine und mittlere Unternehmen mit weniger als 150 Arbeitnehmern sind nicht betroffen. Größere Unternehmen haben aufgrund des Stufenplans noch Zeit, sich auf die Analysen einzustellen. Die Berichte werden anonym und nur für die innerbetriebliche Analyse, nicht für externe Stellen bestimmt sein.

Das Paket enthält auch ein Bekenntnis der Sozialpartner zu einem höheren Wochengeld für Unternehmerinnen. Das durchschnittliche Wochengeld von Selbständigen liegt aufgrund einer anderen Berechnungsmethode derzeit bei nur 25,57 Euro, während unselbständig Beschäftigte im Schnitt 41 Euro beziehen.

Das Paket sieht keine Frauenquoten vor, wie sie etwa für Aufsichtsräte und andere Führungspositionen gefordert wurden. "Quotenregelungen sind überholt, Frauen sind in der Wirtschaft ohnehin auf dem Vormarsch", ist Hochhauser für die Zukunft optimistisch. So stieg der Anteil der Unternehmensgründungen durch Frauen zwischen 1994 und 2009 von 25,9 auf 40,6%. (RH)

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