WKÖ-Hochhauser: Gerade in wirtschaftlich schwierigen Zeiten wird die Bedeutung von nachhaltigem Wirtschaften besonders deutlich

"TRIGOS"-Auszeichnungen 2010 belegen erfolgreiche Umsetzung von CSR-Maßnahmen auf freiwilliger Basis

Wien (OTS/PWK435) - "Der Rekord von mehr als 165
Projektbewerbungen für den 'TRIGOS' 2010 zeigt, dass die freiwillige Umsetzung des Corporate Social Responsibility (CSR)-Konzeptes hervorragend funktioniert", betonte Anna Maria Hochhauser, Generalsekretärin der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ), gestern Abend in Wien bei der diesjährigen Verleihung dieses Unternehmerpreises TRIGOS. Damit werden Betriebe prämiert, die vorbildliche Aktivitäten im Hinblick auf ihre gesellschaftliche, ökologische und wirtschaftliche Verantwortung setzen.

"Vor allem für die vielen kleinen österreichischen Unternehmen mit weniger als 20 Beschäftigten, von denen es in Österreich immerhin rund 200.000 gibt, ist verantwortungsvolles Unternehmertum eine Selbstverständlichkeit und täglich gelebte Praxis - und zwar nicht nur in guten Zeiten, sondern auch, wenn es wirtschaftlich einmal schwieriger wird", betonte die WKÖ-Generalsekretärin. Umso wichtiger sei es, die Leistungen dieser Betriebe mit Preisen wie dem TRIGOS vor den Vorhang zu holen.

Hochhauser wies darauf hin, dass die österreichischen Betriebe gerade auch im abgelaufenen Krisenjahr 2009 sehr verantwortungsvoll gehandelt haben und - besonders im Bereich Arbeitsplatz - einen wesentlichen Beitrag zur Stabilisierung der Beschäftigungslage leisteten. "Trotz starker Produktions- und Exportrückgänge und damit schwacher Auftragslage haben unsere Betriebe so gut es ging versucht, Personal zu halten und damit einen wertvollen gesellschaftspolitischen Beitrag im Hinblick auf die schwierige Lage am Arbeitsmarkt geleistet."

Gemeinsam mit Sozialminister Rudolf Hundstorfer und Veit Sorger, Präsident der Industriellenvereinigung, überreichte Hochhauser den TRIGOS-Preis in der Kategorie "Arbeitsplatz" dem Kleinunternehmen ÖKOTECH Produktionsgesellschaft für Umwelttechnik. Das Unternehmen wurde vor allem prämiert, weil es einen überdurchschnittlich hohen Anteil an Menschen mit Behinderung erfolgreich ins Unternehmen und gleichzeitig in den 1. Arbeitsmarkt integriert hat. So schuf die Ökotech Produktionsgesellschaft qualifizierte Dauerarbeitsplätze in einer zukunftsträchtigen Branche, die außerdem großen Nutzen für die Umwelt stiftet.

Insgesamt wurden gestern 5 engagierte Unternehmen in den Kategorien "Arbeitsplatz", "Gesellschaft", "Markt" und "Ökologie" ausgezeichnet. Der von Microsoft gesponserte Sonderpreis ist heuer dem Thema "Armut und soziale Benachteiligung" gewidmet und wurde an das Unternehmen Mondi AG vergeben. (SR)

Die TRIGOS Preisträger 2010

Sieger der Kategorie ARBEITSPLATZ

ÖKOTECH Produktionsgesellschaft für Umwelttechnik mbH mit dem Projekt "Integrative Kollektorproduktion", bei dem auf vorbildliche Weise ein überdurchschnittlich hoher Anteil an Menschen mit Behinderung erfolgreich ins Unternehmen und gleichzeitig in den 1. Arbeitsmarkt integriert wurde.

Sieger der Kategorie GESELLSCHAFT

EVN AG mit dem Projekt "Stolipinovo - Fallbeispiel Stakeholderdialog" als Vorzeigebeispiel für die gelungene Einbindung von Stakeholdern und den respektvollen Umgang mit einer sozialen Randgruppe.

Sieger der Kategorie MARKT

Göttin des Glücks OG mit dem Projekt "Ökofaires Modedesign aus Österreich": Als Österreich erstes ökofaires Modelabel hat das Jungunternehmen nicht nur Pioniercharakter, sondern setzt neue Maßstäbe in der Textilbranche, indem modernes Design mit höchsten sozialen und ökologischen Standards in der Lieferkette verbunden wird.

Sieger der Kategorie ÖKOLOGIE

1.Obermurtaler Brauereigenossenschaft in Murau mit dem Projekt "Bierige Nachhaltigkeit". Die Auszeichnung erfolgt aufgrund des Engagements und der beeindruckenden Anzahl an ökologischen Zertifikaten und Maßnahmen sowie der lückenlosen Integration von CSR in die Lieferkette.

Gewinner des SONDERPREISES

Unternehmen: Mondi AG für das Projekt "Integration durch Bildung". Es setzt dort an, wo frühzeitig Armut und sozialer Ausgrenzung vorgebeugt werden kann: bei der Aus- und Weiterbildung benachteiligter Jugendlicher, womit diesen die Integration und der soziale Aufstieg erleichtert wird.

Mehr zum Thema CSR finden Sie unter: www.fairantwortung.at

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