Brunner: Klimaschutzbericht ist Armutszeugnis für Österreich

Grüne fordern Umsetzung von Klimaschutzmaßnahmen

Wien (OTS) - Der jetzt vom Lebensministerium präsentierte Klimaschutzbericht 2010 liefert erstmals harte Zahlen und Fakten zum Abschneiden Österreichs im ersten Kyoto-Jahr. 2008 wurden um knapp 18 Mio t zuviel CO2 ausgestoßen. Dies entspricht einer Steigerung unseres Treibhausgasausstoßes um ca. 11% gegenüber dem Wert von 1990. Österreich hat sich aber unter dem Kyoto-Protokoll verpflichtet bis 2012 um 13% weniger CO2 auszustoßen. Für Christiane Brunner, Umweltsprecherin der Grünen ist das Ergebnis vernichtend: "Wir sind von der Erreichung unserer Klimaziele Lichtjahre entfernt."

Was vorher nur peinlich für das ehemalige Umweltmusterland Österreich war, wird ab jetzt auch teuer: "Mit dem Jahr 2008 hat die Zielgerade des Kyoto-Messens begonnen", erinnert Brunner. "Ab jetzt wird für jede Tonne CO2, die Österreich zu viel ausstößt bezahlt. Insgesamt sind dafür bis 2012 schon 531 Mio. Euro budgetiert. Doch das wird nicht reichen. Allein für die Zielverfehlung für das Jahr 2008 müssen wir nun zusätzliche Verschmutzungsrechte für 100 Mio. Euro ankaufen."

"Dass der Umweltminister sich heute anlässlich des Weltumwelttages hinstellt und so tut, als wären wir das absolute Umweltmusterland, ist angesichts dieser katastrophalen Klimabilanz zynisch und unangebracht," resümiert Brunner. "Ich fordere Berlakovich auf, mit der unerträglichen Schönfärberei endlich aufzuhören, und die Probleme, die wir bei der Kyoto-Zielerreichung haben, anzugehen. Wie das UBA im Klimaschutzbericht feststellt, sind noch immer ein erheblicher Anteil der Maßnahmen der Klimastrategie nicht umgesetzt. Ja, wo sollen denn die CO2-Reduktionen auch her kommen? Baut der Minister weiter allein auf die Wirtschaftskrise?"

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