BZÖ-Bucher fordert All Inclusive Krankenversicherung

"BZÖ beantragt Kammern aus dem Verfassungsrang zu streichen - Kämmerer sind die Fußfessel der Politik"

Wien (OTS) - BZÖ-Bündnisobmann Josef Bucher forderte heute im Rahmen einer Pressekonferenz eine All Inclusive Krankenversicherung für alle Versicherten in Österreich. "Der derzeitige innerschwarze Streit zwischen der Sozialversicherungsanstalt und der Ärztekammer zeigt das enorme Chaos deutlich auf. Daher müssen die 22 Sozialversicherungen und die 35 Krankenkassen endlich zusammengelegt werden. Wir wollen nur eine Kasse, einen einheitlichen Leistungskatalog, einheitliche Beiträge der Versicherten sowie einheitliche Honorare für die Ärzte". Für Bucher ist es nicht einzusehen, dass beispielsweise ein Arzt für die Blutzuckeruntersuchung von der oberösterreichischen Gebietskrankenkasse 4,30 Euro und von der SVA 6,01 Euro erhält. Für ein EKG wird dem Arzt von der GKK 25,98 Euro, von der SVA 35,30 Euro bezahlt. "Die unterschiedlichen Tarife sind durch nichts zu rechtfertigen. Jeder Versicherte soll in Österreich mit denselben Beiträgen den Anspruch auf dieselbe Leistung haben. Jeder Mensch ist gleich viel wert", betonte Bucher.

Der BZÖ-Chef bezeichnete es in diesem Zusammenhang als Grundübel, dass die rot-schwarze Bundesregierung im Jahr 2008 die Kammern in den Verfassungsrang gehoben haben. Die Politik habe dadurch beim Streit zwischen der SVA und der Ärztekammer kein Eingriffs- sondern nur ein Aufsichtsrecht. "Die rot-schwarzen Kämmerer sind die Fußfessel der Politik. Dies ist der Grund, warum 718.000 Selbstständige und Mitversicherte bei der Krankenversicherung jetzt schlechter dastehen als zuvor. Die Österreicherinnen und Österreicher müssen endlich aus der Geiselhaft der Kämmerer befreit werden. Das BZÖ wird daher beantragen, dass die Kammern aus dem Verfassungsrang wieder enthoben werden, damit die Politik auch eingreifen kann", erklärte Bucher.

Bucher hofft, dass der aktuelle unwürdige schwarz-schwarze Streit zwischen der SVA und der Ärztekammer endlich Reformen bringt. "Das System muss endlich bereinigt werden. Wir brauchen ein effizientes Gesundheits- und Versicherungssystem mit einheitlichen Leistungen, Beiträgen und Honoraren", so der Bündnisobmann.

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