Wurm: Offenlegung der Gehälter - Riesenschritt zu mehr Einkommensgerechtigkeit

Wien (OTS/SK) - "Frauen bekommen für die gleiche Arbeit um bis zu 18 Prozent weniger Lohn, nur aufgrund ihres Geschlechts. Endlich wird diesem 'Frauenabschlag', den es noch immer in allen Branchen in Österreich gibt, von der SPÖ-geführten Regierung und den Sozialpartnern ein Riegel vorgeschoben", zeigte sich SPÖ-Frauensprecherin Gisela Wurm über die von Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek und Sozialminister Rudolf Hundstorfer heute präsentierte gesetzliche Verankerung von verpflichtenden Einkommensberichten sehr erfreut. "Damit wird ein Meilenstein in der Gleichstellungspolitik umgesetzt", so Wurm. ****

Nach schwedischem Vorbild werden jetzt auch in Österreich Unternehmen verpflichtet, einen jährlichen Einkommensbericht vorzulegen, in dem die Löhne und Gehälter von Frauen und Männern in verschiedenen Verwendungsgruppen aufgelistet werden, wobei aber Anonymität in jedem Fall gewährleistet sei. Die Berichte werden 2011 erstmals für das Jahr 2010 für Betriebe mit mehr als 1.000 ArbeitnehmerInnen vorgelegt, in den Folgejahren werde die Berichtspflicht stufenweise auf Betriebe mit weniger MitarbeiterInnen ausgeweitet, so Wurm.

Sehr erfreulich sei auch, so Wurm, die Sozialpartnereinigung auf weitere Maßnahmen zur Verringerung der Einkommensunterschiede. So sollen bei Jobausschreibungen künftig Betriebe angeben müssen, wie hoch der gültige kollektivvertragliche Mindestlohn ist und ob sie mehr bezahlen. Weiters solle nach Schweizer Vorbild ein Lohn- und Gehaltsrechner angeboten werden, mit dem die durchschnittlichen Verdienstmöglichkeiten nach Branche, Ausbildung und Tätigkeitsprofil abgefragt werden können.

"Mit diesen Maßnahmen machen wir einen großen Schritt in Richtung 'gleicher Lohn für gleiche Arbeit'", so Wurm. (Schluss) up/mp

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