Pröll: Müssen in Österreich über Sparmaßnahmen reden

Finanzminister in der Aktuellen Stunde des Bundesrates

Wien (OTS/ÖVP-PK) - In seiner Rede in der Aktuellen Stunde des Bundesrates zum Euro-Rettungsschirm bekräftigte heute, Mittwoch, Finanzminister Josef Pröll die Notwendigkeit der gesetzten Maßnahmen und Initiativen der EU. Pröll betonte dabei, dass Österreich aufgrund der soliden Wirtschafts- und Budgetstruktur kein Ziel für Spekulanten sei. "Wir müssen aber auch in Österreich über Sparmaßnahmen reden. Die Ausgabenstruktur läuft uns davon. Wenn wir diese nicht brechen, dann müssen wir Steuern erhöhen, was niemand von uns will. Im Herbst geht ein Paket auf den Weg, wo das Budget zu 60 Prozent über die Ausgabenseite saniert wird, ohne das Wachstum zu bremsen.", so der Finanzminister.
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"Spekulationen geschehen nur dort, wo sich der Nährboden dafür und Missstände befinden. Spekulanten sind in Österreich chancenlos, weil wir gute Daten haben. Es wäre aber unverantwortlich gewesen, keine gemeinsame europäische Initiative gegen Spekulanten zu setzen und Griechenland nicht zu helfen. Das hätte einen Dominoeffekt ausgelöst", so Pröll.

Nun gehe es darum, die richtigen Schlüsse aus der Krise zu ziehen. Diese werden nun in einer eigens geschaffenen Task Force in Brüssel erarbeitet. "Ja, wir brauchen eine europäische Ratingagentur und eine internationale Finanztransaktionssteuer. Dafür habe ich mich bereits in Brüssel stark gemacht", erklärte Pröll.
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