Lunacek: Faire Arbeitsbedingungen für BlumenarbeiterInnen

Grüne Europa-Abgeordnete unterstützt Aktion "Faire Blumen für Menschenrechte"

Wien (OTS) - "Ich möchte Blumen schenken und geschenkt bekommen, ohne ein schlechtes Gewissen haben zu müssen", fordert Ulrike Lunacek. Deswegen unterstützt sie als außenpolitische Sprecherin der Fraktion der Grünen/EFA, sowie stellvertretendes Mitglied des Ausschusses für Rechte der Frau und Gleichstellung der Geschlechter, die Aktion "Faire Blumen für Menschenrechte", die sich für eine verpflichtende Kennzeichnung importierter Blumen, sowie für bessere Arbeitsbedingungen in der Blumenindustrie einsetzt.

Lunacek: "Auch auf den Rosenfeldern sollte das Motto 'Fair Play' gelten. Immerhin sind 70 Prozent der BlumenarbeiterInnen weltweit Frauen. Ihre Lebens- und Arbeitsbedingungen sind äußerst prekär. Hungerlöhne und mangelnde Schutzkleidung gegen hochgiftige Pestizide sind an der Tagesordnung; Gewerkschaftsrechte werden unterdrückt. Frauen leiden zudem häufig unter sexuellen Übergriffen durch männliche Vorarbeiter."

Ulrike Lunacek hat sich schon Mitte der 1980er Jahre im Rahmen der österreichischen NGO "Frauensolidarität" für gerechte Arbeitsbedingungen und ausreichenden Gesundheits- und Umweltschutz in der internationalen Blumenindustrie eingesetzt. Frauensolidarität konnte mit einem Selbsthilfe- und Beratungsprojekt für BlumenarbeiterInnen in Chia, Kolumbien, Mitte der 80er-Jahre das erste Frauenprojekt der österreichischen EZA durchsetzen. "Mit der Unterstützung dieser Petition fordern wir eine verpflichtende Herkunftskennzeichnung von importierten Blumen in der EU", sagt Lunacek, und: "Ein weiteres Anliegen ist uns die ILO-Konvention über Arbeitsbedingungen von PlantagenarbeiterInnen, die bisher lediglich von zehn Ländern ratifiziert wurde."

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