Koralmbahn ist enormer Konjunktur- und Arbeitsplatzmotor

LH Dörfler: Klares Bekenntnis der gesamten Bundesregierung und volle Einhaltung der Verträge gefordert - Einigkeit in Kärnten

Klagenfurt (OTS/LPD) - Die erneute Evaluierung und Infragestellung der Koralmbahn durch Infrastrukturministerin Doris Bures stößt bei Kärntens Landeshauptmann Gerhard Dörfler auf großes Unverständnis. "Wir befinden uns mitten im Bau der Koralmbahn. Es gibt für alle Vertragspartner - Bund und Länder - bindende Verträge, an die sich alle Beteiligten zu halten haben. Auch Infrastrukturministerin Doris Bures muss das endlich zur Kenntnis nehmen", reagiert Dörfler verärgert. Diese Diskussionen um die Koralmbahn seien gegenüber der EU sehr kontraproduktiv, da dort momentan die Revision der TEN-Leitlinien laufe.

Während diesen Jahres werden nämlich die Bahnachsen ausgewählt, die zusätzlich zu den bestehenden prioritären Achsen als weitere dieses Typs aufgenommen werden. Die EU fördert prioritäre Achsen mit bis zu 20 Prozent der Gesamtkosten. "Die Österreichische Bundesregierung -und ich entbinde hier niemanden der Damen und Herren aus ihrer Verantwortung - sollte diese Chance nicht verschenken und gemeinsam für die Realisierung dieses österreichweit wie auch international definitiv prioritären Projekts kämpfen", fordert Dörfler heute, Mittwoch, zum wiederholten Male.

In Kärnten seien sich alle Parteien über die Bedeutung der Koralmbahn einig und würden hier an einem Strang ziehen. "Leider ist dies auf Bundesebene nicht der Fall", bedauert Dörfler und fordert die ÖVP hier explizit VP-Verkehrssprecher Ferry Maier auf, nicht die Wirtschaftsentwicklung des Südens zu blockieren. "Ich lade Maier gerne nach Kärnten ein, um sich über die Bedeutung dieses Projektes selbst ein Bild zu machen."

Darüber hinaus hätte ein Baustopp fatale Folgen für die Konjunktur und den Arbeitsmarkt in Südösterreich. Seitens des WIFO wurde errechnet, dass im Streckenbau der Bahninfrastruktur jede investierte Milliarde Euro Beschäftigungseffekte von ca. 17.000 Personenarbeitsjahren hervorruft. Auch nach der Fertigstellung besteht ein Potential von ca. 6.100 zusätzlichen Arbeitsplätzen in der Region. Die Kosten für die Errichtung der Koralmbahn von Graz bis Klagenfurt belaufen sich auf ca. 5,2 Milliarden Euro, wovon bisher bereits über 1,2 Milliarden Euro verbaut wurden.

Die ÖROK (Österreichische Raumordnungskonferenz) hat zusätzlich errechnet, dass für den gesamten südösterreichischen Raum durch den Ausbau der Schieneninfrastruktur ein Wertschöpfungspotential von 210 Millionen Euro pro Jahr besteht. Die heimische Wirtschaft profitiert enorm vom Bau der Koralmbahn. So sind Kärntner Firmen wie Kostmann, Massivbau oder Haslinger beim Bau der bereits umgesetzten Abschnitte involviert.

Neben der Verkürzung der Fahrzeiten in die benachbarten Zentren und somit der Verbesserung der Erreichbarkeit wird durch die vermehrte Nutzung der Bahn ein wesentlicher Beitrag zur Verbesserung der Klimabilanz erzielt. In Zukunft wird durch die absehbare Steigerung der Treibstoffpreise ein Zugang zum hochrangigen Eisenbahnnetz von noch größerer Bedeutung sein, was klar für den Ausbau der Koralmbahn spricht.

Dörfler: "Ich fordere daher ein klares Bekenntnis der Verkehrsministerin und der gesamten Bundesregierung zum Bau der Koralmbahn und zur Einhaltung des im Jahre 2004 zwischen den Ländern Kärnten und Steiermark und dem Bund geschlossenen Vertrages zu ihrer Errichtung".

Rückfragen & Kontakt:

Kärntner Landesregierung, Landespressedienst
Tel.: 05- 0536-22 852
http://www.ktn.gv.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NKL0001