Marek: Erfreuliche Entwicklung beim Ausbau der Kinderbetreuungsangebote

Familienstaatssekretärin appelliert an Länder, 15a-Vereinbarung abzurechnen

Wien (OTS/BMWFJ) - Als "erfreuliche Entwicklung und Bestätigung für den von uns eingeschlagenen Weg beim Ausbau der Kinderbetreuung für eine bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf" bezeichnete Familienstaatssekretärin Marek die heute, Mittwoch, von der Statistik Austria veröffentlichte Kindertagesheimstatistik 2009/2010, die jährlich im Auftrag des Familienministeriums erstellt wird. "Im Vergleich zum Vorjahr konnte in allen Altersgruppen zwischen 0 und 10 Jahren eine deutliche Steigerung der betreuten Kinder verzeichnet werden. Insgesamt sprechen wir hier von zusätzlich 10.455 betreuten Kindern, was sich auch positiv auf den Arbeitsmarkt und die in Kinderbetreuungseinrichtungen - egal ob Kinderkrippen, Kindergärten, Kinderhorten oder altersgemischten Einrichtungen - tätigen Personen ausgewirkt hat. Im vergangenen Jahr konnte hier - verglichen mit den Jahren 2008/2009 - ein Plus von 2.810 Betreuerinnen und Betreuern verzeichnet werden. Außerdem wurden in dieser Zeit österreichweit auch 125 neue Kinderbetreuungseinrichtungen geschaffen."

Trotz des Anstiegs der betreuten Kinder über alle Altersklassen hinweg werde man die Hände jetzt nicht in den Schoß legen sondern konsequent weiterarbeiten, so die Familienstaatssekretärin weiter:
"In den kommenden Jahren dürfen wir nicht locker lassen. Im Sinne der Eltern und Kinder müssen wir weiter an einem bedarfsgerechten Kinderbetreuungsangebot in ganz Österreich arbeiten. Damit verbunden ist eine Steigerung der Betreuungsquoten, um speziell auch den Barcelona-Zielen bis zum Ende dieser Legislaturperiode einen großen Schritt näher zu kommen."

In den vergangenen Jahren habe sich sowohl in den einzelnen Bundesländern, in deren Kompetenz die Kinderbetreuung liegt, als auch von Seiten des Bundes aufgrund der Wichtigkeit dieses Themas viel in Sachen Kinderbetreuung getan, so Marek. Als Beispiele nannte sie die Einführung des verpflichtenden Gratis-Kindergartens für alle 5-Jährigen oder die bis 2010 geltende Artikel 15a-Vereinbarung zum bedarfsgerechten Ausbau der Betreuungsangebote speziell für die unter Dreijährigen. Der Bund investiere jährlich 15 Millionen, die von den Ländern mit jährlich 20 Millionen kofinanziert würden. "In Summe werden somit über die Jahre 2008 bis 2010 mehr als 100 Millionen Euro in die Zukunft unserer Kinder und Familien investiert und der Ausbau von möglichst vielfältigen und ganztägigen Betreuungsformen forciert. Dass die finanzielle Beteiligung des Bundes besonders auch an qualitative Kriterien geknüpft ist, ist dabei ein ganz wichtiger Aspekt."

Appell an Länder zur Abrechnung der 15a-Vereinbarung

Die Länder erhalten die Zuschüsse für den Ausbau des institutionellen Kinderbetreuungsangebots im Vorhinein und müssen diese dann jeweils im Nachhinein zum 30. Juni abrechnen. Auf Grund einer Zusatzvereinbarung vom 20. Februar 2008 können die Länder die Bundesmittel in das nächste Jahr übertragen, d.h. die nicht abgerechneten Mittel für das Jahr 2008 werden in das Jahr 2009 übertragen und sind spätestens mit 30. Juni 2010 gemeinsam mit den Zweckzuschüssen für 2009 abzurechnen.

Kärnten, Oberösterreich, Salzburg, Steiermark und Tirol haben den Zuschuss 2008 bis jetzt nicht zur Gänze abgerechnet. "Ich appelliere daher an alle Bundesländer, die die ihnen zustehenden Zuschüsse noch nicht abgerechnet haben, diese Chance zu nutzen und mit finanzieller Unterstützung des Bundes weiter in den Ausbau bedarfsgerechter Kinderbetreuungsangebote zu investieren. Wenn wir alle gemeinsam und konsequent daran arbeiten, dann werden wir damit auch Erfolg und zukünftig zufriedenstellende Betreuungsquoten haben, die den internationalen Vergleich nicht zu scheuen brauchen", sagte die Familienstaatssekretärin abschließend.

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