Neues Volksblatt: "Kräuters Welt"

Ausgabe vom 2. Juni 2010

Linz (OTS) - Eigentlich ist es beschämend: der Vertreter einer Arbeiterpartei verunglimpft einen Berufsstand. Das geht nur, weil die Betroffenen keine klassischen Unselbstständigen sind, weil sie im ideellen Spektrum eine vernachlässigbare Zielgruppe sind. Sie: die Bauern. Traditionell gut vertreten von jemand anderem als der SPÖ. Nur weil es für ihn um eine irrelevante Wählergruppe geht, darf der Bundesgeschäftsführer der Kanzlerpartei SPÖ Sätze wie diesen absondern: "Unter anderem bekommen Landwirte über das Umweltförderungsprogramm oder das Bergbauernförderungsprogramm Zahlungen der öffentlichen Hand, wenn sie auf Dünger verzichten. Die steuerzahlende Bevölkerung hat ein Recht zu wissen, wer, wie viel für eine schlichte Unterlassung auf den Äckern bekommt."
Dass das heißt, auf Ertrag zu verzichten, lässt Herr Kräuter als Denkmöglichkeit gar nicht zu. Es geht ihm ja auch um anderes: Um das Schüren von Vorurteilen. DIE Bauern: Sitzen auf ihrem Grund und Boden, sind steuerlich privilegiert und lassen sich auch noch mit Subventionen vollstopfen. Darum will Herr Kräuter ja auch Schluss machen mit dem Einheitswertsystem. Grundbesitz = Reichtum: So lautet das kleine Einmaleins des Klassenkämpfers. Für mehr reicht es nicht.

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