Bures zu BAV-Bericht: Oberste Priorität hat immer die Sicherheit

Aus Unfallforschung richtige Schlussfolgerungen ziehen und Maßnahmen ableiten

Wien (OTS/BMVIT) - Verkehrsministerin Doris Bures präsentierte heute im Verkehrsausschuss des Parlaments den Bericht der Bundesanstalt für Verkehr (BAV) für das Jahr 2008. "Die Berichte der BAV zeigen, wo Handlungsbedarf besteht. Wir haben daraus die richtigen Schlussfolgerungen gezogen und Maßnahmen abgeleitet", erklärt Bures. So haben sich die Unfälle mit schweren LKW verringert, weil mangelhafte LKW durch verstärkte Kontrollen rechtzeitig aus dem Verkehr gezogen werden konnten - fast vier von zehn kontrollierten LKW haben schwere Mängel aufgewiesen. "Mit noch genaueren und umfangreichen Kontrollen von Schwerfahrzeugen konnten wir auch in diesem Bereich einen ganz wichtigen Beitrag für mehr Sicherheit auf Österreichs Straßen leisten", betont die Ministerin. Und auch bei den Eisenbahnkreuzungen zeigen die Unfallanalysen der BAV eindeutige Rückgänge (2007:197 Kollisionen; 2008:150). ****

Durch eine Aufstockung der Mittel für technische Kontrollen (2009:
2,6 Millionen, um 1 Mio. Euro mehr als 2008) konnten im Jahr 2009 wesentlich mehr gefährliche LKW aus dem Verkehr gezogen werden als im Jahr davor. Waren es 2008 noch rund 5.800 LKW, die an der Weiterfahrt gehindert wurden, so waren es 2009 mehr als 8.400 LKW. Grund dafür ist, dass 2009 durch wesentlich mehr technische Überprüfungen von LKW und die hervorragende Zusammenarbeit mit der Polizei mehr Kontrollen als je zuvor durchgeführt wurden (2009: Rund 500 Einsatztage, 2008:
455 Einsatztage). Bei den technischen Überprüfungen durch die Bundesanstalt für Verkehr (BAV) werden bereits verdächtig erscheinende Fahrzeuge angehalten. Die Trefferquote bezüglich technischer Mängel ist dementsprechend hoch. Wird bei einem LKW bei der Überprüfung "Gefahr im Verzug" konstatiert, dann wird der Fahrer sofort an der Weiterfahrt gehindert.

Sicherere Eisenbahnkreuzungen

Die BAV führt auch Unfallanalysen an Eisenbahnkreuzungen durch. Daraus wurden bereits folgende Maßnahmen abgeleitet:
* Die Adaptierung des Eisenbahngesetzes wurde auf Initiative von Ministerin Bures vom Parlament beschlossen, damit wurden erstmals Rotlicht-Überwachungskameras ermöglicht, außerdem die Auflassung von Eisenbahnkreuzungen erleichtert.
* Mit dem Hot-Spot-Programm wurden bis Ende 2009 die 52 unfallträchtigsten Eisenbahnkreuzungen entschärft.
* Von 2008 bis Juni 2009 wurden österreichweit 1.897 Kreuzungen mit 10.000 neuen, besser sichtbaren Andreaskreuz-Tafeln umgerüstet.
* Bund, Länder und Gemeinden investieren jährlich über 30 Mio. Euro in die Verbesserung der Sicherheit bei Bahnübergängen (rund 75% dieser Kosten trägt der Bund).

Hintergrund: Seit 2006 gibt es die Bundesanstalt für Verkehr, die seither jährlich Bericht über ihre Tätigkeiten ablegt. Die wichtigsten Aufgaben: Unfallforschung und Unfalluntersuchung von Schienen-, Seilbahn-, Schiff- und Luftfahrtunfällen sowie die technische Überprüfung von LKW. Ministerin Bures hat die Erstellung und Präsentation des BAV-Berichtes beschleunigt. Der Bericht für 2009 wird in Kürze präsentiert werden. (Schluss)

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