Stellungnahme Österreichischer Hausärzteverband zu vertragslosem Zustand zwischen Ärztekammer und SVA

Wien (OTS) - Der vertragslose Zustand zwischen Ärztekammer und Sozialversicherung der gewerblichen Wirtschaft ist nur vordergründig ein Honorarstreit. Tatsächlich handelt es sich um einen Anschlag auf den Gesamtvertrag, der bei allen Sozialversicherungsträgern das zentrale Regelwerk für den niedergelassenen Bereich darstellt.

Die als sozial rücksichtsvolle, bargeldlose Verrechnungsmodalitäten dargestellten Angebote der SVA an die Ärzteschaft sind unmoralische Angebote.

Die eine Kammer hetzt die Mitglieder der anderen Kammer gegen deren eigene Interessensvertretung auf. Jede einzelne Ärztin, jeder einzelne Arzt wurde aufgefordert sich den Empfehlungen der Ärztekammer zu widersetzen. Rechtsbeistand wird den KollegInnen abgeboten, Diskretion jedenfalls, wenn sie gegen ihre eigenen und die Interessen der Kollegenschaft handeln.

Es ist die absichtsvolle Verbindung der Annahme des Angebotes zur bargeldlosen Direktverrechnung mit dem Votum gegen einen Gesamtvertrag und gegen die eigene Standesvertretung, die jeden Kompromiss unmöglich macht.

Hier sollen unsoziale gesellschaftspolitische Veränderungen im Sinne einer selbstgerechten Unternehmerclique mit moralischem Druck durchgepresst werden.

Jede Bürgerin, jeder Bürger, dessen Arbeitsbedingungen durch einen Kollektivvertrag geregelt sind oder waren wird verstehen, dass die Ärzteschaft weder den Gesamtvertag gegen Einzelverträge tauschen, noch auf eine durch die Solidarität ihrer Mitglieder starke Interessensvertretung verzichten kann.

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Dr. Christian Euler
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