Stronach in NEWS: Standorte für Elektroauto offen

Magna-Gründer erklärt im NEWS-Exklusivinterview wie er nach dem Machtverzicht bei Magna neu durchstarten will.

Wien (OTS) - Die Standorte zur Produktion jenes Elektroautos, das als Joint Venture des österreichisch-kanadischen Automobilzulieferers Magna mit dessen Gründer Frank Stronach geplant ist, sind noch völlig offen, erklärt Stronach in einem Exklusivinterview in der morgen erscheinenden Ausgabe des Nachrichtenmagazins NEWS. "Wenn es geht, möchte ich Österreich den Vorzug geben", sagt der Magna-Gründer im NEWS-Gespräch und betont, dass die Rahmenbedingungen dafür erst geschaffen werden müssten.

"Als Unternehmen sucht man Standorte, an denen man erwünscht ist und der Staat die Leistung anerkennt. In Österreich vermisse ich Signale. Das macht mir Sorgen", sagt Stronach im NEWS-Exklusivinterview. Einladungen und Angebote aus anderen Ländern würden ihm hingegen bereits vorliegen. "Aber ich will fair bleiben:
noch haben wir nicht vorgesprochen. Ich werde in den nächsten Wochen bei der österreichischen Regierung vorsprechen und erklären, was wir vorhaben", so Stronach zu NEWS. Man stehe jetzt vor der Entscheidung, wo ein großes Batteriewerk hingebaut wird. Es gehe dabei nicht um Staatshilfe, sondern um Arbeitsplätze für neue Technologien und die Rahmenbedingungen dafür, erklärt der Magna-Gründer in NEWS. "Wir stehen in globaler, ökonomischer Konkurrenz. Da muss man genau kalkulieren", so Stronach.

Erstmals nahm Stronach im NEWS-Interview persönlich Stellung, warum er bereit ist, die Macht bei Magna abzugeben. Der Austrokanadier kontrolliert Magna mit Class-B-Aktien, die das 300fache Stimmrecht haben. Diese Class-B-Aktien sollen nun, wenn die Aktionäre zustimmen, gegen einen Wertausgleich von rund 300 Millionen Dollar in Cash und normale A-Aktien im Wert von rund 563 Millionen Dollar eliminiert werden. "Dieser Schritt wird mir künftig mehr und neue Tätigkeiten erlauben", kommentiert Stronach im NEWS-Interview.

Rund 80 Millionen Dollar will er als ersten Schritt in das Elektroauto-Joint-Venture mit Magna investieren, wobei Magna 220 Millionen Dollar einzahlt. "Dort würde ich eine Class-B-Aktie und damit die Stimmrechtsmehrheit haben. Dieses Projekt braucht ganz klare Führung, viel Einsatz und Energie. Ich habe die meiste Erfahrung in der Firma und bin deshalb die geeignetste Person", so Stronach. Er ist überzeugt, dass in zehn Jahren zehn Prozent aller verkauften Neuwagen Elektroautos sind und bis 2030 könnten es bis zu 50 Prozent sein.

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