ÖGB-Oberhauser: Staatliches Pensionssystem gibt Stabilität

Mit dem Seniorenrat haben PensionistInnen eine starke Stimme

Wien (OTS/ÖGB) - "Das staatliche Pensionssystem Österreichs gibt Stabilität und bewährt sich auch in der Krise auf eindrucksvolle Art", stellte ÖGB-Vizepräsidentin Sabine Oberhauser in ihren Grußworten beim Festakt anlässlich des 10-Jährigen Bestehen des österreichischen Seniorenrates im Parlament in Wien fest.++++

"Immer wieder wird es in Frage gestellt, immer wieder werden alle möglichen Alternativen angepriesen, aber nur das staatliche Pensionssystem hat sich als stabile Säule erwiesen", erklärte Oberhauser und verwies darauf, dass die Brüchigkeit der anderen Säulen durch die Finanzkrise auf dramatische Art aufgezeigt wurde. Jetzt gehe es darum das bewährte System weiterzuentwickeln und finanzierbar zu erhalten. Oberhauser: "Nicht durch Einsparen und Kürzen - die meisten PensionistInnen schwimmen sowieso nicht in Geld." Dabei gehe es darum, dass die Menschen möglichst gesund in Pension gehen und vor ihrer Pensionierung auch als ältere Menschen noch einen Arbeitsplatz haben.

Wichtig sei es auch, dass die Pensionszahlungen aus dem staatlichen System existenzsichernd seien. Oberhauser: "Das gilt vor allem für jene Menschen, vor allem Frauen, die in die Teilzeit und andere prekäre Dienstverhältnisse gezwungen werden." Dazu gehöre aber auch, so die ÖGB-Vizepräsidentin, dass die Einkommen der Frauen endlich zu jenen der Männer aufschließen.

Eine klare Absage erteilte Oberhauser allen jenen, die gerne einen Generationenkonflikt sehen würden. "Die Solidarität zwischen alt und jung und umgekehrt ist ein weiterer Stabilitätsfaktor. Und genau diesen gilt es zu erhalten" so die ÖGB-Vizepräsidentin. Oberhauser:
"Und wenn neuerdings sogar Jugendforscher schon die Jugendlichen kritisieren, sie würden nicht für ihr Alter vorsorgen, kann ich nur eines sagen: Woher sollten die Jugendlichen das Geld hernehmen und wer garantiert ihnen, dass die nächste Finanzkrise ihre Vorsorge nicht vernichtet."(ff)

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