Pyramidenkogel Neu: Großer Andrang bei Infoveranstaltung des BZÖ Kärnten - Petzner fordert Einbindung der Bevölkerung

Petzner: "Wäre ich Bürgermeister, ich könnte bei solchen Verträgen keine Nacht mehr schlafen!" - Kordesch verspricht weiter Einsatz für Bevölkerung

Klagenfurt (OTS) - Großes Interesse herrschte mit über 150 Besuchern gestern Abend in der Gemeinde Keutschach bei der Infoveranstaltung des BZÖ Kärnten mit dem geschäftsführenden Bündnisobmann NRAbg. Stefan Petzner, Bezirksbündnisobmann NRAbg. Sigi Dolinschek und der BZÖ-Gemeinderätin in Keutschach, Lydia Kordesch sowie dem gf. Bündnisobmann des Bezirkes Josef Tschemernig. Im Zuge der Diskussion wurde vielfach die Haltung des BZÖ Kärnten bestätigt, dass man grundsätzlich für das Projekt Pyramidenkogel Neu ist, aber die Finanzierung gesichert sein muss. Applaus der Besucher und viel Anerkennung gab es in diesem Zusammenhang für die BZÖ-Gemeinderätin Lydia Kordesch, die mit ihrer Stimme im Gemeinderat verhindert hat, dass ein umstrittener und äußerst riskanter Finanzierungsplan des FPK-Bürgermeisters beschlossen wurde.

"Lydia, du hast im Sinne der Keutschacherinnen und Keutschacher Mut, Anstand und Charakter gezeigt und richtig entschieden", formulierte Petzner unter Applaus der Besucher. "Ich habe alle Verträge gelesen und geprüft und bin wie viele Experten zum Schluss gekommen, dass der Finanzierungsplan in dieser Form für die Gemeinde Keutschach der helle Wahnsinn ist und ein Risiko für die 2000 Seelen Gemeinde darstellt, dass nicht verantwortet werden kann. Denn abgesehen von dem enorm hohen Finanzierungsbeitrag, den die Gemeinde Keutschach zu leisten hätte, verbleibt das gesamte Risiko - von Haftungen über Betriebskosten bis hin zu allfälligen Folgekosten des Baus - zu hundert Prozent bei der Gemeinde Keutschach. Wäre ich Bürgermeister, ich könnte bei solchen Verträgen keine Nacht mehr schlafen!"

Der geschäftsführende Bündnisobmann plädierte daher dafür, die Verträge neu zu verhandeln, das Risiko breiter zu streuen oder auch bauliche Alternativen zu prüfen. Petzner: "Der Pyramidenkogel ist ein touristischer Impulsgeber für die gesamte Region und das gesamte Bundesland. Daher soll sich das Land Kärnten auch stärker als bisher beteiligen." In jedem Fall müsse aber die betroffene Bevölkerung eingebunden werden, "denn sie trägt als Steuerzahler am Ende des Tages auch das gesamte Risiko und alle Kosten." Petzner regte diesbezüglich auch die Abhaltung einer Volksbefragung an. "Es muss Schluss sein mit der Mentalität des Drüberfahrens durch den FPK-Bürgermeister, sondern es soll und muss die Bevölkerung eingebunden werden!"

"Die Zeiten haben sich geändert und sind gefährlicher geworden. Der Euro steckt in der Krise und nicht wenige Experten warnen vor einer kommenden Inflation. Die Wirtschaft gerät ins Trudeln und die öffentlichen Haushalte in allen Ländern Europas haben sich über alle Maßen verschuldet. Niemand weiß heute, was morgen noch alles auf uns zukommen wird", verwies Petzner auf die Entwicklungen in der Weltwirtschaft und am Finanzmarkt und betonte, dass es gerade vor diesem Hintergrund umso gefährlicher sei, ein Großprojekt ohne Rücksicht auf Verluste durchzupeitschen. Der Nationalrat und Bündnisobmann nannte die steirischen Gemeinden Trieben, Hartberg und Fohnsdorf als warnende Beispiele. "Dort hat finanzieller Größenwahn in die Pleite der Gemeinde geführt. Das darf mit Keutschach nicht passieren!"

Lydia Kordesch als entscheidende Gemeinderätin des BZÖ versprach denn auch den zahlreichen Besuchern, sich weiter für die Bevölkerung einzusetzen und dafür zu Sorgen, dass kein Finanzplan beschlossen wird, der voll zur Lasten der Gemeinde geht und ein unkalkulierbares Risiko für die Gemeindebürger darstellt. "Ich bin nicht gegen das Projekt, aber für eine solide und sichere Finanzierung. Ich bin dafür, sich gemeinsam an einen Tisch zu setzen und Verbesserungen und Alternativen in Sachen Projekt und Finanzierung zu suchen und zu finden", sagte Kordesch.

Fotohinweis: Druckfähige Bilder von der Veranstaltung können beim BZÖ Kärnten unter 0650 - 99 111 92 angefordert werden.

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