Vana/Grüne Wien: Internationaler Hurentag - Aufruf zur Solidarität mit SexarbeiterInnen

Vana fordert mehr Rechte für SexarbeiterInnen - Morgen Kundgebung am Urban-Loritz-Platz

Wien (OTS) - Anlässlich des Internationalen Hurentages am morgigen 2. Juni stellen sich die Grünen Wien solidarisch an die Seite der SexarbeiterInnen. Monika Vana, Stadträtin und Frauensprecherin der Grünen Wien fordert mehr Rechte für SexarbeiterInnen und macht Bund und Wien für die schwierige Arbeits- und Lebenssituation von SexarbeiterInnen verantwortlich. Vana: "Sexarbeit muss endlich von der Sittenwidrigkeit befreit werden. Nur so ist es möglich, dass rechtlich gültige Verträge abgeschlossen werden können. Der rechtlose Zustand für SexarbeiterInnen muss beendet werden. Ich fordere Frauenministerin Heinisch-Hosek auf, unverzüglich die vorgeschlagenen Maßnahmen des ministeriell eingesetzten ExpertInnenkreises zur Besserstellung von SexarbeiterInnen umzusetzen."

Kritik übt Vana auch an Stadträtin Frauenberger. Diese hat vorige Woche einen 7-Punkte Plan zur Straßenprostitution vorgelegt. Als Pilotprojekt getarnt, soll Sexarbeit sukzessive aus traditionellen Straßenprostitutionsgebieten wie dem 2. und dem 15. Bezirk verdrängt werden. "Der Plan ist wenig durchdacht und verschiebt Probleme", so Vana. "Sexarbeit für das eigene jahrelange politische Versagen in den Bezirken verantwortlich zu machen ist billiger Populismus auf dem Rücken der SexarbeiterInnen".

Bezüglich Frauenbergers Ankündigung, das Wiener Prostitutionsgesetz zu novellieren, ist Vana skeptisch, dass es in die richtige Richtung gehen könnte. Vana: "Ich höre von der SP-Regierung nichts, was SexarbeiterInnen mehr Rechte bringen würde." Notwendige Schritte aus Grüner Sicht wären die freie ÄrztInnen-Wahl bei der Gesunden-untersuchung, die Abschaffung der polizeilichen Meldepflicht und die Lockerung der teilweise absurden Verbotszonen und zeitlichen Beschränkungen für Sexarbeit."

In einer gemeinsamen Kundgebung mit VertreterInnen von Lefö und Sexworker.at machen die Wiener Grünen unter Anwesenheit von Monika Vana am 2. Juni auf die schwierigen Arbeits- und Lebensbedingungen von SexarbeiterInnen aufmerksam. Die Aktion beginnt um 14 Uhr am Urban-Loritz-Platz vor der Stadtbücherei. Solidarische Unterstützung kommt auch von den Musikerinnen ms chra und ms mut sowie von Norah Noizzze plugged to herself.

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