Mölzer: Ratingagenturen sind endlich an die Kandare zu nehmen

Es kann nicht sein, daß Privatfirmen über Staatskonkurse entscheiden - Strenge Kontrolle nicht nur auf EU-Ebene, sondern auch durch nationale Finanzmarktaufsichten

Wien (OTS) - Für eine stärkere Kontrolle und Überwachung von Ratingagenturen sprach sich heute der freiheitliche Delegationsleiter im Europäischen Parlament, Andreas Mölzer, aus. "Es kann nicht sein, daß zwei US-amerikanische und eine britische Privatfirma über Staatsbankrotte entscheiden. Hier besteht absoluter Handlungsbedarf, die Ratingagenturen sind an die Kandare zu nehmen", forderte Mölzer.

Allerdings dürfe sich eine verstärkte Überwachung der Ratingagenturen, so der freiheitliche EU-Mandatar, nicht auf die EU-Ebene alleine beschränken. "Natürlich ist wegen der grenzüberschreitenden Tätigkeit der Ratingagenturen, die europaweite Auswirkungen haben, die Europäische Union einzubeziehen. Aber gleichzeitig müssen auch die nationalen Finanzmarktaufsichten gestärkt werden, damit ein möglichst engmaschiges Kontroll- und Überwachungsnetz entstehen kann", erklärte Mölzer.

Schließlich wies der freiheitliche Europa-Abgeordnete darauf hin, daß in der Vergangenheit Ratingagenturen einen teils zweifelhaften Nutzen gebracht hätten. "Vor der internationalen Finanzkrise haben sie Banken, die später zusammengebrochen sind oder mit Steuergeldern gerettet werden mußten, die höchste Bonität eingeräumt. Alleine dieser Umstand zeigt schon den enormen Handlungsbedarf, der auch vor strengen Strafen nicht halt machen darf", schloß Mölzer.

Rückfragen & Kontakt:

Freiheitlicher Parlamentsklub
Tel.: 01/ 40 110 - 7012
presse-parlamentsklub@fpoe.at

http://www.fpoe-parlamentsklub.at
http://www.fpoe.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | FPK0009