Öllinger: Funktionärsstreit von SVA und Ärztekammer auf Kosten der Versicherten sofort beenden

SVA ist Luxusstruktur für WKÖ-Funktionäre und hat ihre Berechtigung verloren

Wien (OTS) - "Sehenden Auges sind SVA und Ärztekammer ohne Rücksicht auf Verluste bei den Versicherten in das Schlamassel hineingaloppiert", kritisiert Karl Öllinger, Sozialsprecher der Grünen. "Die SVA ist das Paradebeispiel einer Versicherung, in der die Versicherten nichts mitzureden haben. Und die Ärztekammer macht allen Versicherten klar, dass es ihr um alles andere geht, als die Versorgung der PatientInnen." Den Gipfel des Zynismus wurde vom Hausärzteverband erreicht, der die Arztrechnung in der Höhe einer halben Tankfüllung ansetzt, ohne auf die Frage einzugehen, auf welche Tankfüllung MindestpensionistInnen und Menschen mit besonders niedrigem Einkommen verzichten sollen.

"Gerade in der SVA gibt es besonders viele Menschen mit sehr, sehr niedrigen Einkommen. Für diese ist es eine Katastrophe, wenn sie 10% ihres Monatseinkommens für unerwartete Gesundheitsausgaben auf den Tisch legen müssen", so Öllinger. "Der Funktionärsstreit von SVA und Ärztekammer auf dem Rücken der PatientInnen muss sofort beendet werden. Die ÄrztInnen sollen klar machen, dass ihnen die PatientInnen näherstehen als die Funktionäre und weiterhin via E-Card abrechnen. MindestpensionistInnen und junge UnternehmerInnen mit Mindestversicherungsbeitrag werden es ihnen danken."

Der Streit der Oberfunktionäre Leitl und Dorner auf Kosten der Versicherten macht aber auch deutlich, dass die SVA eine Luxusstruktur für Funktionäre ist, die ihre Existenzberechtigung längst verloren hat: "Wir brauchen in Österreich neun regionale Krankenversicherungen mit einem starken Kopf. Nur so kann über eine Versichertenwahl Demokratie in der Selbstverwaltung und damit die Achtung der PatientInneninteressen garantiert werden. Nur so kann ein gemeinsames Auftreten gegenüber der Ärztekammer erreicht werden. Das Extrawürschtl SVA bringt nur Wirtschaftskammerfunktionären Funktions-und Sitzungsgelder. Damit sollte möglichst schnell Schluss sein", so Öllinger.

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